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Bin ich zu streng zu meinem Kind?

Shownotes

Wenn klare Führung für Kinder wichtig ist, ist es dann gut immer streng und konsequent zu sein? Natürlich nicht!
In dieser Folge sprechen wir darüber woran man erkennt, dass man zu streng ist und wie man genau das verhindern kann.

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Buchempfehlungen:
Vorbildlich unperfekt von Marlies Johanna

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Transkript anzeigen

00:00:00: Marlies, fallen dir Situationen ein in denen du ... der Meinung bist dein Eltern waren zu streng mit dir als Kind?

00:00:08: Oha!

00:00:09: Meine Eltern.

00:00:10: Also ja und das ist auch eine Situation, mit der ich sehr offen mit meiner Mama drüber spreche.

00:00:15: also und zwar war ich fertig mit meinem Abi Meine Mutter hat nicht studiert und mein Vater auch nicht.

00:00:21: Das heißt, sie kennen diese Vorgänge an Universitäten nicht.

00:00:24: Und es ist ja so, dass man sich immer nur bewerben kann, wenn gerade dieses Zeitfenster offen für die Bewerbung ist.

00:00:30: Also du hast irgendwie ... Ich glaube im Februar hat man einen Monat Zeit, um sich zu bewerden.

00:00:35: Dann schickt man eben die Uni-Bewerbung ab und gut ist so.

00:00:37: Wir hatten nach dem Abi September oder vielleicht sogar noch früher, ich weiß nicht, Abi macht mal ja meine.

00:00:44: Ich hatte einfach ein halbes Jahr, hatte ich einfach ... konnte ich mich nicht bewerben.

00:00:49: und meine Mama kommt eben, also sie ist Unternehmerin so.

00:00:52: Sie kommt aus der Anaborde.

00:00:53: Sie hat eine Ausbildung gemacht.

00:00:54: da kann man sich ja quasi immer bewerden.

00:00:56: Ich hab' mich auch für duale Studiengänge beworben die ich nicht machen wollte.

00:00:59: einfach nur damit ihr sagen könnt Mama ich habe es gemacht weil sie die ganze Zeit ... wann bewirbst du dich eigentlich für die Unis?

00:01:04: Du musst mal aus die Pötte kommen!

00:01:05: Wann bewirbst du dich für die Uni's und so weiter und sofort?

00:01:07: Und ich war so...ich kann noch nichts, ich kann nichts machen!

00:01:10: Ja.. Da war sie auf jeden Fall sehr hinterher.

00:01:12: aber deine Mutter ist ja auch so ne Person die so hinterher ist und dann Dinge sofort angeht.

00:01:17: Ja, und es ist auch nicht so dass ich in der Zeit nichts gemacht habe sondern ich hat Bundesfreiwilligendienst gemacht.

00:01:21: das heißt also dafür hatte ich mich schon während der Abiturzeit beworben.

00:01:25: nur ja musste ich halt.

00:01:27: nach meinem Freiwilligen Dienst hab ich da natürlich einen Studiengang gebraucht.

00:01:31: Ja, den konnte ich ja nicht so vormals.

00:01:33: Da war sie sehr streng mit mir.

00:01:34: da reden wir auch oft rüber und dann lachen wir viel drüber.

00:01:37: Also meinte das war der schlimme Phase.

00:01:39: Da hat sie mich fast jeden Tag ausgeschimpft.

00:01:43: Du bist faulenmäßig.

00:01:45: So kam es bei mir an, so hat sich's nicht gemeint aber

00:01:47: ... Okay okay okay.

00:01:49: In der Hinsicht, weil wie du das beschreibst würdest gar nicht mal als streng auffassen sondern eher als ... Da war Sie hinterher, ihr wart das wichtig Sie hat das vielleicht ein bisschen stark kontrolliert.

00:02:03: Hättest du dich da einfach stark kontrollieren?

00:02:05: Ja, sie war schon ... Es war nicht so nett, wie wir miteinander gesprochen haben in diesen Momenten.

00:02:10: Du

00:02:10: erzählst es jetzt lustig, aber es war tatsächlich

00:02:12: ... Ich erzähle es lustig!

00:02:14: Aber sie war sehr streng.

00:02:15: Sie war so, hi, das kann noch nicht wahr sein.

00:02:17: Du musst doch mal deine Zukunftsperspektive wissen.

00:02:20: und so richtig ... Als ob ich voll am Scheitern wäre, obwohl ich nur diese Uniportale ... Also, ich konnte ja nichts ändern an der Situation.

00:02:30: Okay, ist aber schön, dass ihr darüber sprechen könnt heute und beide drüber lachen könnt.

00:02:50: Heute wollen wir darüber sprechen, woran wir erkennen das wir zu strengen zu unseren Kindern sind?

00:02:57: Wir haben schon oft erzählt, dass wir gerade zu Beginn unserer Eltern schafft echt das Problem hatten, dass so gar nicht streng waren und kaum Grenzen gesetzt haben und nicht richtig geführt haben.

00:03:10: Und ... Dass wir gemerkt haben dass es einfach überhaupt nicht gut war.

00:03:17: Wir haben da ja auch schon öfter darüber gesprochen, permissiven Erziehungsstil reingerutscht sind und man unterscheidet ja einfach in verschiedene Erziehungstile.

00:03:25: Also es gibt den Autoritären, den Permissiven, den autoritativen und den vernachlässigenden Stilen und es gibt auch noch mehr.

00:03:32: aber das sind so die, die am populärsten sind bzw dass ist das Modell was auch ein bisschen am populärsten ist.

00:03:38: Aber es ist auch sehr grob.

00:03:39: also man kann jetzt nicht sagen immer hundertprozentig so sondern meistens bewegt man sich... Man bewegt sich wie so einen Spektrum

00:03:46: ...

00:03:48: oder durcheinander.

00:03:49: Also man kann sich sagen, oh diese Person erzieht hundertprozentig permissiv und die hundert prozentig autoritär.

00:03:55: das ist normalerweise nicht so.

00:03:58: Genau also beim permissiven Erziehungsstil wäre es jetzt so dass die Kinder nur Wärme und Liebe bekommen sozusagen aber gar keine Führung und Orientierung.

00:04:08: Und keine Grenzen

00:04:09: im Prinzip?

00:04:10: Ja Führungen und Orientierungen sind für mich quasi Grenzen setzen als ob man mit den Kindern befreundet wäre Oder mehr, ich find das ist schon eher so eine Bitch-Stellung.

00:04:19: Dass man wieder der Diener isst ... Ich find ein gutes Beispiel ist immer die Familie Dursley.

00:04:24: Also Dudley wird halt von Harry Potter.

00:04:27: Ja.

00:04:27: Dudley Durslee wird total permissiv erzogen.

00:04:31: Genau, wenn ... ähm ... Das Zweiunddreißigste Geschenk zu seinem Geburtstag fehlt, dann fährt die Mutter los und besorgt noch das Zwei- und Dreißigstige-Geschenk?

00:04:38: Genau.

00:04:39: Sechsunddreizig.

00:04:40: Aber ja!

00:04:41: Okay.

00:04:45: Ja, und autoritär ist quasi das Gegenstück.

00:04:47: Also autoritäre bedeutet, dass man den Kindern nur Grenzen setzt, nur Führung und Orientierung keine Wärme sozusagen gibt also... Das wäre dann dieses Kinder müssen gehorchen, sonst werden die einfach geschlagen.

00:04:57: und mir ist es eigentlich egal was mein Kind für Bedürfnisse hat, was es fühlt wie's beim Kind geht so Hauptsache es funktioniert.

00:05:03: Also im Prinzip permissiv wär sowas wie ich investiere jetzt nur in die Beziehung zu meinem Kind aber der Rest ist eigentlich egal

00:05:10: Nur in die Bindung machen ganz viele.

00:05:12: Also modern gesprochen, wäre das quasi bindungsorientierte Erziehung ohne dass man eigene Grenzen und Bedürfnisse berücksichtigt?

00:05:21: Einfach nur sagt ... Die Bindung ist also, dass man sowas denkt wie ich gehe mein Kind jetzt maximum an Liebe investiere alles in die Beziehung, dass wir so gute Freunde mäßig sind.

00:05:35: Und das ist das Allerwichtigste und der Rest kommt dann von alleinmäßig.

00:05:39: Genau also quasi auch wenn das Kind eine gute Bindung hat, wird es auch erfolgreich und sowas was halt einfach nicht stimmt.

00:05:46: Also kleine Gute Bindung ist wichtig aber das ist nicht alleine... Also das ist nicht der einzige Faktor, der dazu führt ob ein Kind jetzt erfolgreich wird oder nicht und so weiter.

00:05:55: Einfach aus dem Grund weil

00:05:56: wenn man den kind einfach keine Grenzen setzt und keine Orientierung bietet und keine Dinge beibringt die es lernen muss in der Gesellschaft?

00:06:03: So wie verhält man sich in der gesellschaft?

00:06:06: was ist was ist jetzt wichtig, was in Grenzen und so weiter.

00:06:10: Das sind Dinge die müssen Kinder lernen und wenn sie das nicht lernen dann haben Sie es halt nicht gelernt.

00:06:14: da müssten sich später lernen oder können's halt nicht?

00:06:16: Ja und dadurch werden sie ja auch nicht erfolgreicher.

00:06:18: aber darüber haben wir schon sehr viel gesprochen insgesamt im Podcast

00:06:22: genau und

00:06:23: autoritärer Erziehungsstil dagegen wäre ein bisschen.

00:06:27: Die Beziehung ist mir jetzt scheißegal.

00:06:29: mein Kind soll einfach auf biegen und brechen gut und fügig werden so nach dem Motto

00:06:34: Ja, genau.

00:06:34: Also einfach im Prinzip sich so verhalten wie ich mir das vorstelle und genauso werden wir das vorstellen was ja schon früher auch viel so war.

00:06:42: Und was wir brauchen ist eben der Mittelweg?

00:06:44: Was der autoritative Erziehungsdi wäre also viel Wärme- und Vielführung oder...

00:06:49: Also gute Beziehungen zu dem Kind und dass sich das Kind geliebt wird und gleichzeitig den kind beibringen Wie es läuft in der Gesellschaft und auch beibrengt dass man Grenzen hat und das Kind darf nicht alles bekommt nicht alles.

00:07:04: Aber die Beziehung ist trotzdem wichtig.

00:07:05: Genau,

00:07:06: und da lieben wir beide diese Metaphe vom Bergführer quasi das Wir-die-Bergführer unserer Kinder sind.

00:07:13: Wir sind die Bergführern denn Kinder kennen sich, Kinder wissen noch nichts wie wir wenn wir in den Alpen das erste Mal sind auf einer Gletscherwanderung oder so.

00:07:22: Wir brauchen einen Bergführers der uns sagt wo es lang geht, der uns zeigt was man tun darf und was man nicht tun darf, was sicher ist und was unsicher eine gewisse Souveränität ausstrahlen, dass man das Gefühl hat bei dem bin ich gut aufgehoben.

00:07:41: Der sagt mir was passiert wenn ich mich daran halte was der macht.

00:07:43: dann bin ich sicher dann geht es mir gut und wir wollen keinen Bergführer haben der sich die ganze Zeit rückversichert ja wollte jetzt da lang gehen oder da lang.

00:07:50: also ich weiß er nicht.

00:07:51: der eine weg ist ein bisschen schwer als der andere.

00:07:53: Meint ihr ihr könnt das schon?

00:07:55: Da könnte man in den Spalt fallen.

00:07:57: kannst du das schon?

00:07:58: ich weiß nicht.

00:07:59: Ja genau.

00:07:59: Dann fühlt

00:07:59: man sich ja nicht sicher bei dem.

00:08:01: Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, dass der Bergführer uns kennt und nicht überfordert.

00:08:06: Dass er sanftmütig ist, wenn wir mal eine Pause brauchen usw.

00:08:10: Der

00:08:10: autoritäre Bergführler wäre Drill Sargenten anschreit schneller darlagen.

00:08:15: Ist mir scheißegal das auf Toilette musste oder so?

00:08:18: Ja genau da kommst du vielleicht auch oben dran ... Genau, nicht als gebrochene Menschen oben ankommen.

00:08:25: Das ist so ein bisschen das Ziel ... Über dieses Thema schreibe ich auch noch in meinem Buch.

00:08:29: Auch die Bergführer-Metapher könnt ihr mein Buch nachlesen.

00:08:31: vorbildlich unperfekt.

00:08:32: Elternsein mit mehr Selbstvertrauen und Zuversicht für alle, die es noch nicht mit bekommen haben.

00:08:36: Da geh ich auf die permissiven und autoritativen Erziehungsziele.

00:08:40: Einer hab ich einen Studie erwähnt, in der es darum geht... Die hat eine sehr große Studie, versucht herauszufinden was wirklich wichtig ist eben für den Erfolg von Kindern weil's oft gesagt wird sichere Bindung macht die Kinder intelligenter und das stimmt einfach nicht, sondern es wird oft einfach nicht auf die Bildungsschicht geguckt.

00:08:56: Und bildungsfernere Schichten... informieren sich meistens einfach gar nicht über Bindungen oder sowas und haben dann vielleicht auch andere Prioritäten, was die Erziehung angeht.

00:09:05: Weil das zum Teil aus seinem Privilegien zusammenhängt und dann verhalten sich die Kinder vielleicht anders als sicher gebunden klassifizierte Kinder

00:09:11: usw.,

00:09:11: aber wie gesagt es könnte in meinem Buch nachlesen Und da kam eben aber auch raus in dieser Studie dass halt Wärme und Liebe sehr wichtig sind von den Eltern Aber nur in Kombination mit Führung und Orientierung.

00:09:24: Das heißt wenn man will Und ich finde, das ist irgendwie auch ein gutes Ziel.

00:09:28: Wenn man will, dass die Kinder erfolgreich werden ... Ich persönlich will's nicht, aber es priviligiert, das nicht zu wollen.

00:09:32: Dann muss man auf beides achten und rein Liebe nurzugeben quasi bringt jetzt auch nicht unbedingt was.

00:09:41: Das heißt nicht, dass das Kind am Ende dann nicht erfolgreich werden kann, sondern ... Also, ich find das eh immer schwierig zu sagen... Es

00:09:47: geht ja auch nicht um Erfolg, sondern darum, Gut geht, und dass das zurechtkommt mit seinem Leben.

00:09:53: Genau, wenn man Kinder autoritär erzieht, dann haben sie vielleicht später offensichtlichere Probleme wie zu ... Aber würde ich auch nicht mal unbedingt sagen, weil ich glaube, dass wir in Kindern halt so extrem ... immer nur die Wünsche hinterhergetragen werden.

00:10:07: Dann hat man Probleme in der WG, weil man es nicht schafft aufzuräumen oder

00:10:11: ist

00:10:11: beziehungsunfähig.

00:10:12: Weil man sich denkt, wieso opfert sich diese andere Person nicht für mich auf?

00:10:17: Das bin ich doch so gewohnt von meiner Mama.

00:10:19: Liebe ist doch Aufopfern und andere Menschen setzen gesunde Grenzen usw.

00:10:24: Ich glaube, so kann sich das auch äußern durch ... Ja, meine Eltern haben mich geschlagen.

00:10:28: Es ist offensichtlich.

00:10:30: Wenn Kinder permissiv aufwachsen, haben sie viele Probleme, die gesellschaftlich vielleicht auch so wie so anerkannt sind.

00:10:38: Ja, weil sie einfach gewisse Dinge nicht gelernt haben, die sie aber können müssten um gut zurechtzukommen in der Gesellschaft

00:10:45: und halt nachholen dann lernen müssen.

00:10:46: was hat dann auch zum Teil auch einfach irgendwie wie so gesellschaftliche akzeptiert ist das?

00:10:50: ganz viele Männer ich glaube Männer werden eher permissiv erzogen.

00:10:54: dass ganz viele männer dazu tendieren den haushalt nicht machen zu können oder sowas ist so.

00:10:59: ja da muss es halt noch lernen aber eigentlich hätte erst als kind lernen müssen.

00:11:02: Ja, das ist zum Beispiel ein gutes Beispiel.

00:11:04: Aber was sind so die ... dann die Auswirkungen von einem Zusträngen?

00:11:11: Ich will gar nicht mal sagen autoritär, weil ich finde, wenn wir hier im Podcast sprechen, ist eigentlich alles, was sie sprechen hat die Voraussetzung.

00:11:21: Wir schätzen unsere Kinder, wir lieben unsere Kinder und es ist die Beziehung wichtig.

00:11:26: Das muss nicht immer dazugesagt werden.

00:11:27: Ich sag jetzt aber dazu, weil das ist eigentlich so die Prämisse, komplett egal, was wir sagen in diesem Podcast haben.

00:11:34: Und das ist ganz wichtig zu wissen damit man auch das richtig einordnen kann.

00:11:38: also mit der Prämisse Wir geben unseren Kindern Liebe und Wärme Aber sind trotzdem vielleicht zu streng.

00:11:43: Also was sind so die Auswirkungen wenn man Zu streng zu einem Kind ist?

00:11:47: permanent Meinetwegen auch vom autoritären Erziehungsstil.

00:11:51: ich glaube wenn man gar nicht Wenn du wieder sagst, mit der Prämisse wird das wir liebevoll sind aber streng.

00:12:00: Dann würde ich sagen ist es eigentlich gar nicht das Problem.

00:12:03: also ehrlich Ich glaube Das Problem wird erst wenn man quasi dieses liebevolle dahinter aufgibt.

00:12:09: Also und ich glaube dass passiert auch ganz viel.

00:12:12: eben deshalb meinte ich Erziehungsziele vermischen.

00:12:14: Auch das passiert auch Ganz viel wenn man permissiv erzieht Und dann über seine Grenzen geht permanent und dann explodiert.

00:12:22: In dem Moment, in dem du dein Kind anbrüllst ... ... ist da überhaupt nichts mehr von Wärme und Liebe usw.

00:12:27: Da fehlt diese Haltung dahinter.

00:12:29: Und deshalb sind das auch sehr negative Auswirkungen.

00:12:34: Weil das Kind in dem Moment eine Unberechenbarkeit mitbekommt quasi.

00:12:38: Ich weiß nicht wann Mama oder Papa das nächste Mal explodieren.

00:12:42: Das ist beängstigend zu merken, da ist auf einmal ne richtige Kälte dahinter!

00:12:47: Gestern durfte ich noch Mama hauen und auf heute schreit sie mich an Warum?

00:12:53: Warum war's gestern okay und heute nicht so, das ist ja auch ... Das führt echt zu Ängsten bei Kindern.

00:12:59: Dass sie unsicher sind, dass die vielleicht im Sozialverhalten quasi ängstlicher sind.

00:13:06: Also wird zumindest gesagt.

00:13:08: Und wenn man jetzt ... guckt, wenn Kinder ganz kalt aufwachsen.

00:13:13: Ich finde es aber auch generell schwierig, weil das hängt wieder von der Kultur ab.

00:13:17: Aber ich hab dazu eben Studien gelesen.

00:13:18: und natürlich neigen Kinder dann eben so was wie nazistischer Persönlichkeitsstörung um sich selbst zu schützen oder mir eigenes Ego zu schützen.

00:13:24: Quasi wenn sie kaltaufwachsen also ohne diese Wärme und Liebe und ohne die Beziehung?

00:13:30: Andere Kinder neigen zu so einer Opferhaltung dass sie quasi wieso immer den Schwanz einziehen und sich komplett unterbuttern lassen vor einer anderen autoritären Person dass sie immer versuchen, nicht aufzufallen.

00:13:43: Aber das äußert sich bei jedem auch anders und schwierig zu sagen.

00:13:46: Also ist so quasi die These, die man in den Raum stellen könnte ... Man wird eigentlich nicht zu streng, solange man trotzdem empathisch zu dem Kind ist oder mit dem Kind in Verbindung ist?

00:13:59: Ja also das glaube ich jetzt nicht, weil wir haben ja trotzdem noch Grenzen wie z.B.

00:14:02: körperliche Gewalt.

00:14:03: Das ist auf jeden Fall ... Das sollte nicht vorkommen.

00:14:07: Ich glaube

00:14:07: auch, dass man das nicht ... Und ich glaube schon, dass es zu streng sein kann.

00:14:12: Aber ich glaub, dass wir zu stregn werden ist in vielen Fällen deutlich schwieriger, wenn man trotzdem ... Also du kannst ja nicht hart dem Kind sein und gleichzeitig weich.

00:14:24: empathisch.

00:14:25: Genau, du kannst ja auch nicht die Persönlichkeit deines Kindes berücksichtigen und seine Bedürfnisse und seine Gefühle usw.

00:14:31: Und die Meinung schätzen?

00:14:32: Und die Meinungsschätzung gleichzeitig sagen Du musst exakt so werden wie ich mir das vorstelle.

00:14:37: Das heißt dass schon recht.

00:14:38: also wahrscheinlich wenn man empathisch ist und sich es gegenüber einfüht und die Perspektive wechselt dann kann man auch nicht körperlich gewaltvoll sein weil man dann ja versteht wie beängstigend das ist.

00:14:49: Ich frage mich gerade inwiefern kann man zu strengen sein?

00:14:51: Ich glaube, mir fallen so Punkte ein wie man kann das Kind einfach zu stark kontrollieren.

00:14:57: Also wenn ich sage ne du darfst gar nicht rausgehen abends obwohl du achtzehn bist und du darfest dich auf keinen Fall mit Jungs Mädchen treffen wie auch immer betrifft ihr einem vor allem Mädchen?

00:15:09: Oder eben auch was meine Mama da mit diesem immer also dem kind gar nicht vertrauen und immer wieder sagen warum machst du das nicht Obwohl es halt was ist, was das Kind schon auf dem Schirm hat.

00:15:18: Das ist ja auch wieder so.

00:15:19: Kontrolle im Endeffekt?

00:15:21: Aber

00:15:21: das würde nicht passieren wenn man das Kind ansieht und versteht, dass das Kind einen Bedürfnis nach Sexualität oder generell ein Bedürftnis danach Erfahrungen zu machen.

00:15:33: Ja autonom zu sein.

00:15:35: Autonom zu sein, genau.

00:15:36: Autonomie ist wichtig, das ist auch ein gutes Stichwort.

00:15:40: Dann dieses Übermaß an Kontrolle ... was definitiv zu streng ist, würde dann schon mal schwer eintreten.

00:15:49: Dann kann man noch zu strecken sein wenn man einfach komplett die Meinung des Kindes überhaupt nicht mehr berücksichtigt.

00:15:55: also wenn das Kind gar keine Autonomie hat.

00:15:58: und damit meine ich eben nicht welche Farbe Socke möchtest du anziehen sondern So ein bisschen ...

00:16:03: Na ja, eher so was wie... Also ich finde dazu gehört zum Beispiel auch die sexuelle Orientierung.

00:16:09: Du kannst dir nicht vorstellen oder deinem Kind nicht anerziehen dass es jetzt nicht homosexuell ist als sich ja manche Eltern einfach so vorstellen sondern wenn du empathisch bist dann verstehst du das dein Kind homosextuell sein könnte und akzeptierst das

00:16:23: Ja gut!

00:16:24: Das wäre für ältere Kinder wo das schon eine Rolle spielt, aber auch bei kleineren Kindern so.

00:16:29: Kinder haben ja auch ne Meinung und Kinder wollen ja auch Dinge.

00:16:32: Und natürlich ist es wichtig, Familien orientiert zu sein, aber familienorientiert bedeutet ja ... dass um die ganze Familie geht, dass die Kinder trotzdem einen Recht haben, dass sie Kinder auch mal diskutieren dürfen!

00:16:45: Ich würde nicht ständig in Diskussion gehen, aber es gibt ja Dinge über die man auch diskutieren kann.

00:16:49: Es gibt ja auch manchmal Dinge, wo wir als Erwachsene sagen können hey du hast da vielleicht recht Deine Meinung ist da vielleicht richtig und meine Meinung ist falsch gewesen oder so.

00:17:01: Was ja auch gar nicht so leicht ist mit der Autonomie, wir haben ja schon oft gesagt hey stell dein Kind nicht vor zu vielen Entscheidungen weil das auch überfordert ist und weil man sonst auch schnell dem Kind nur hinterher rennt.

00:17:12: Das wäre dann wieder ins Permissive gerutscht.

00:17:15: was sind gerade für kleinere Kinder?

00:17:18: so Möglichkeiten, denen Autonomie zu bieten im Alltag.

00:17:22: Also ich finde es einfach dass man sie mitreden lässt also das man zum Beispiel anstatt dass man einfach den Einkaufszettel schreibt, einkaufen geht.

00:17:30: Sich mit den Kindern zusammensetzt, hey ich geh einkaufe und soll euch irgendwas mitbringen?

00:17:33: Allein das sind ja schon so kleine Entscheidungsmöglichkeiten die Kinder haben.

00:17:36: oder wenn wir zum Beispiel auch das Essen planen dass wir dann ein Gericht oder zwei Gerichte bei Wir haben jetzt ja zwei Kinder pro Woche von.

00:17:43: also ich möchte nicht jeden Tag Nudeln essen aber wenn es die Blingsessen von meiner Tochter nudeln ist, dann gibt's halt einmal die Woche Nudelen.

00:17:48: So is ja gar kein Problem.

00:17:50: Und ähm... Dass man da einfach so'n bisschen guckt, dass man einfach die Waage findet.

00:17:54: Dass man eben die Kinder in diese Entscheidung mit einbezieht Hey, wir wollen heute einen Ausflug machen.

00:17:58: Wo wollt ihr denn gerne hingehen?

00:18:00: Worauf habt ihr

00:18:00: Lust?".

00:18:04: Das ist ja das Familienorientierte!

00:18:06: Weil Familienorientiert bedeutet auch, dass alle Familienmitglieder irgendwie was zu sagen haben sozusagen.

00:18:10: Ich finde auch ein total gutes Beispiel aus meinem Alltag es wenn sich meine vierjährige Tochter morgens anziehen will ich liege Sachen raus und früher ... Hätte ich hätte sie dann vielleicht gesagt, ich wäre bei das.

00:18:24: Ich will aber dass und ich werde die ganze Zeit hinterher gerannt hat er dann dem Polo war den polover dem polo war.

00:18:30: Das hätte ich gemacht.

00:18:31: das habe ich dann eine zeit lang nicht mehr gemacht.

00:18:33: da hab ich dann wirklich eher darauf beharrt so wie du musst es jetzt anziehen was ja dann auch irgendwie wieder Nicht so richtig autonomie ist.

00:18:41: Aber ich fand das in dem moment wichtig damit dieses rum schicken ein ende hat.

00:18:46: Ja und jetzt ist das so dass Wenn sie sagt, ich möchte einen anderen Plover anziehen.

00:18:51: Dass sich ihr den raussuche und gebe aber dass ich auch weiß Sie zieht ihn dann auch an.

00:18:56: also sie schickt mich nicht mehr rum sondern sie hat eine andere Meinung.

00:19:00: Ich erfüll dir dann dem Wunsch und dann geht das

00:19:03: Ja, man muss immer so ein bisschen aufs Kind gucken.

00:19:06: Weil das kann eben schnell kippen.

00:19:08: Ich glaube auch dieses ich will das... Das ist halt genau dieses Permissive.

00:19:12: und da muss man dann tatsächlich wieder strenger sein und sagen ne jetzt machen wir einmal eine Zeit lang so wie ich das sage damit es dich nicht überfordert, dass

00:19:21: wir da

00:19:22: Klarheit haben weil ich das auch nicht schön finde.

00:19:25: Ich glaube, deshalb ist die Frage was zu streng auch voll schwer zu beantworten.

00:19:30: Weil man einfach so wirklich aufs Kind gucken muss.

00:19:33: Du musst wirklich gucken okay wo haben wir gerade eine Konfliktsituation?

00:19:38: Müsst du vielleicht

00:19:38: irgendwo strenger sein und irgendwo vielleicht weniger streng?

00:19:41: ja mir hat zum Beispiel auch ... jemand erzählt.

00:19:45: Also ich hab mit ihr telefoniert, ihre Tochter ist gerade jetzt zwei Jahre alt und die braucht immer zwei Stunden zum Abendessen.

00:19:52: Und da hat sie mich auch um Rat gefragt und war so ja also sie ist was.

00:19:57: dann steht sie auf, macht sie etwas anderes, geht sie wieder zurück, dann isst sie wieder, dann steht sie wieder auf, dann macht sie wieder was anderes.

00:20:04: Da meinte ich... Sie meinte dass es halt seit Ewigkeiten schon so geht!

00:20:08: seit Monaten und sie sich einfach nicht mehr weiterholt.

00:20:10: Und die langsam auch wütend macht, dass ihre Tochter das so ein bisschen macht um quasi eine Reaktion zu provozieren und herauszufinden wie lange kann ich mich so verhalten?

00:20:20: Ich meinte zu ihr dann stell dir das Essen hin lass dich essen bis du es erst einmal aufsteht.

00:20:26: Dann sagst du ihr bist du fertig oder willst du weiteressen?

00:20:31: wenn Sie sagt sie will weiter essen dann soll sie sitzen bleiben.

00:20:33: Wenn sie wieder auf steht dann sagst okay dann räume ich jetzt ab Dann wird abgehoben, dann wird das anderes gemacht.

00:20:38: Und dann kam die Tochter wohl zwei Stunden später.

00:20:41: oder manchmal guckst du auf die Uhr, wenn sie wieder sagt, sie hat Hunger.

00:20:44: Guckst du wie lange ist es her?

00:20:46: Hat sie wirklich Hunger?

00:20:47: Oder nicht so?

00:20:48: Wenn's jetzt gerade drei Minuten her ist, sagst du nee, essen ist beendet.

00:20:52: Ist eine halbe Stunde her, kann sich noch mal hinsetzen und essen.

00:20:56: Sie hatte es dann so gemacht und meinte der Konflikt war einfach weg.

00:20:59: Der ganze Abend war deutlich viel entspannter weil sie einmal quasi Führung übernommen hat gesagt okay ... Dann ist jetzt vorbei.

00:21:06: Und dann kam das Kind tatsächlich anderthalb Stunden später, wollte noch mal einen kleinen Snack hat den aber sofort gegessen und dann ist es ins Bett gegangen.

00:21:12: Ja man muss halt irgendwie diese ... Das ist eine Gratwanderung.

00:21:16: und gerade die Frage was ist zu strengen?

00:21:19: Ist ja auch ehrlich gesagt ne Frage auf die es keine Antwort gibt, auf die ein keiner wirklich ne Antwort geben kann.

00:21:26: Es gibt ja bloß Indizien und für uns ist vor allem wichtig, dass das Familienleben funktioniert.

00:21:34: Danach bewerten wir quasi was es zu streng war und was es jetzt zu wenig streng gewesen.

00:21:41: Und man muss halt aufpassen genau in solchen Situationen braucht es dann eben klare Führungen und da brauchst du auch mal streng sein damit das funktioniert, damit solche Situation nicht so weitergehen und das Kind dann quasi nicht ... wie soll ich sagen?

00:21:56: Dass das Kinder nicht die Führung übernimmt grenzenlos tut, was es grade will.

00:22:02: Weil das ist auch schlecht?

00:22:04: Ich glaube man merkt einfach ihr könnt euch ... Es wird ja immer gesagt überlegt dir is das okay wie das Kind quasi ich mit meinem Kind umgehe.

00:22:12: wenn es jetzt ein Gast wäre würde ich dann sagen nee du darfst kein Orangensaft trinken obwohl wir welchen da haben würde ich nicht würde meinem Gast Orangensaft geben wenn es das morgens will zum Frühstück

00:22:24: wobei das auch bisschen hinkt weil Kinder sind ja auch keine Erwachsene.

00:22:27: Ja, ja okay aber ich meine halt so oder generell.

00:22:29: also würdest du einfach... Ich würde jetzt nicht auf die Straße gehen und einfach deinen iPhone irgendjemanden verleihen.

00:22:35: Also gehe ich auch nicht auf der Straße und verleihe die Lieblingsritterburg von meinem Kind irgendj.

00:22:39: jemandem fremden.

00:22:40: So, solche Beispiele.

00:22:43: Aber ich finde andersrum funktioniert es genauso.

00:22:44: wenn Du ein Gast hast würdest Du den Gast fünf verschiedene Gerichte probieren lassen alles wegschmeißen.

00:22:50: dann am Ende würdest Dich auch nicht würdest sagen sorry hier ist das was Du bekommst.

00:22:54: aber jetzt hör mal bitte auf Übertreibt man nicht so.

00:22:57: Also würde ich zumindest, weil es würde mich übelst abfacken und ein Gast würde sich auch nicht so benehmen.

00:23:01: Das heißt, man kann auch so ein bisschen gucken.

00:23:04: quasi ist das jetzt gerade was wo ich eine Grenze setzen darf?

00:23:09: Ist es normales Sozialverhalten?

00:23:10: möchte Ich dass wenn mein Kind woanders ist das überall bei den Muffins die Köpfe ableckt Und dann also wenn da so Die Hauben.

00:23:20: Quasi, möchte ich das beim nächsten Kindergeburtstag allen anderen Kindern die Creme weglecken und sie sitzen da da so.

00:23:26: Nein, mach' ich, guck' ich dass es zu Hause auch nicht so macht.

00:23:29: So weißt du was ich meine?

00:23:31: Das ist für mich ein Barometer.

00:23:33: Im Prinzip wollen wir ja Sozialverhalten beibringen.

00:23:35: Möchte ich, dass mein Kind irgendwann vom Schrank steht...

00:23:38: ...und

00:23:40: jedes Kleidungsstück rausreißt und daran verzweifelt?

00:23:43: oder möchte ich, sich vielleicht was raussucht, anzieht, merkt.

00:23:47: Ach das möchte ich nicht dann noch mal drüber nachdenken, was anderes anziehen und das Thema ist erledigt für das Kind

00:23:51: sozusagen.".

00:23:52: Ja man kann sich ja die Frage stellen behandle ich mein Kind gut?

00:23:57: Das ist eine Waage.

00:23:57: aber bin ich nett zu meinem Kind?

00:24:00: Bin ich fair zu meinem kind?

00:24:02: Aber auch andersrum behandelt mein Kind mich gut!

00:24:06: Ist mein Kind gerade fair zu mir?

00:24:09: Behandelt es mich

00:24:10: net?!

00:24:11: Ja, und da aber trotzdem natürlich auf die kindliche Entwicklung gehen.

00:24:15: Natürlich könnt ihr von einem zweijährigen Kind nicht dasselbe erwarten wie von einem achtjährigen Kind.

00:24:19: Und natürlich ist es auch hier... selbst wenn das jetzt nicht geklappt hätte sofort mit dem Essen

00:24:24: usw.,

00:24:24: dass man dann sagt ja dann müssen wir das halt üben.

00:24:26: Da machen wir das jeden Abend wieder.

00:24:28: Dann ist halt jeden Abend, dass ich erst mal sage hey Du bleibst sitzen beim Essen und das soll sich nicht über drei Stunden ziehen.

00:24:34: Das ist mir zu anstrengend

00:24:35: usw.,

00:24:36: das ist ja kein Problem, das kann man alles so etablieren mit der Zeit.

00:24:40: Und dann auch nicht irgendwie sagen, da gehst du ohne Essen ins Bett oder so.

00:24:43: Das wäre jetzt schon wieder diese emotionale Kälte weil niemand geht gerne hungrig ins Bett, es ist auch scheiß für den Schlaf.

00:24:49: Mach tut ihr euch keinen Gefallen mit?

00:24:50: Wenn ihr wollt, dass eure Kinder gut schlafen, dann schickt sie's

00:24:52: ab und wett.

00:24:53: Ja, das ist wie eine Drohung.

00:24:54: Man kann auch sagen, das Essen wird beendet wenn du nicht sitzt.

00:24:58: Genau also einfach ... Du kannst das ja auch kommunizieren.

00:25:00: Ich hab nicht das Gefühl, dass du noch hungrig bist.

00:25:02: für dich ist es gerade ein Spiel und ich will nicht, dass wir jetzt so spielen.

00:25:07: Da hast du noch mal vor dem wichtigen Punkt genannt?

00:25:10: Ich glaub man ist auch zu streng, wenn man nicht altersgerechte Anforderungen an Kinder stellt.

00:25:15: Wenn man von einem zweijährigen Ding erwartet die ein sechsjähriges Kind

00:25:21: machen könnte... Du ziehst deine Schuhe jetzt selbst an zum einenjährigen Kind und ich helfe dir auf gar keinen Fall!

00:25:26: Das hat irgendwie einmal sein Schuh angezogen.

00:25:29: Das muss doch nicht sein.

00:25:31: Klar, ich verstehe schon, dass man sagt bei einem sechsjährigen Boar, du zieh dich bitte selber an!

00:25:37: Du bist jetzt schon alt genug und trotzdem merkt ihr euren Kindern auch an wenn die irgendwie selbst wenn sie sechs oder sieben oder acht Jahre alt sind und abends total durchhängen dass nicht mehr hinkriegen, sich umzuziehen.

00:25:48: Weil die schon so müde sind ja dann Hälfteideen halt.

00:25:50: Das kann ich mich noch dran erinnern.

00:25:51: als Kind war für mich auch schön wenn meine Mama mich manchmal, wenn ich krank war oder so doch nochmal eben so pflegere Tätigkeiten übernommen hat obwohl ich es eigentlich schon hätte selber machen können.

00:26:01: man muss nicht einfach aus Prinzip Dinge tun um aus Prinzip Konsequenz zu sein und Ich kann das von nachvollziehen wenn man jetzt so unseren podcast hört und dann gehört hey Führung ist wichtig und klare Grenzen sind wichtig Das ist es auch, die sind ja auch wichtig.

00:26:17: Aber dann musst du natürlich gucken, dass man nicht in so ein Gegenteil überausschwingt ... Ja?

00:26:25: Dass man dann sagt, ich will's jetzt komplett richtig und optimal machen.

00:26:29: Deshalb muss ich aus Prinzip Konsequenz sein.

00:26:32: Weil Kinder sind einfach nicht ein Projekt, das man optimal abschließt.

00:26:38: Genau, ja, stimmt!

00:26:41: Man muss immer das austarieren gucken, finde ich da einen sinnvollen Mittelweg.

00:26:47: Und das sind immer Ermessensentscheidungen in jedem Fall und nicht einfach... Das wär schön, wenn man sagen könnte, genauso musst du's machen.

00:26:55: Halt dich genau in diesen Leitfahren und dann wird das schon ... So funktioniert es leider nicht?

00:26:58: Ja, ihr müsst auf eure Kinder gucken, weil Kinder sind so unterschiedlich sensibel auch.

00:27:03: Und bei manchen kann man ... Ich hab auch das Gefühl beim Manchen Kindern muss man ein bisschen strenger sein, vielleicht doch mal die Stimme erheben damit es klingt jetzt irgendwie so gemein aber damit sie wirklich verstehen dass es gerade ernst ist.

00:27:14: Bei anderen Kindern bist du einmal nur müh angespannt.

00:27:19: Und die haben direkt verschreckt oder traurig, also das ist so unterschiedlich auch und ich glaube die meisten Kinder bewegen sich irgendwo in der Mitte finden es besser wenn sie nicht quasi im strengen Tonfall angesprochen werden aber sind jetzt auch nicht gleich hardbroken.

00:27:35: Aber ja wir haben das also schon erlebt dass das kinder irgendwie so extrem sensibel sind dass man da einfach nur einmal irgendwie ein bisschen strenger nein gesagt, ohne dass man es wirklich streng gemeint hat.

00:27:49: Und direkt wurde diese Grenze so eingehalten, dass man dachte, was ist jetzt los mit dem Kind sozusagen?

00:27:54: Man muss die Sachen quasi bestimmt genug formulieren ... Dass die Kinder das ernst nehmen und verstehen, okay hier ist eine Grenze oder hier wird wirklich etwas erwartet aber auch nicht so, dass sie da nicht unsicher werden

00:28:11: in

00:28:11: der Situation.

00:28:13: Ich glaube einfach im Endeffekt, wenn man die Perspektive vom Kind einnimmt und dann ... ich finde auch generell konsequent zu sein.

00:28:20: Ist ja nicht dasselbe wie kalt zu sein also... Ich kann zum Beispiel meinem Kind sagen, hatten wir ja diese Situation mit dem Strand?

00:28:28: Du kannst dich am Strand bleiben du wirfst die ganze Zeit mit Sand!

00:28:31: Wir müssen jetzt gehen.

00:28:32: es funktioniert so nicht weil wenn der Strand voll ist oder trifft nur andere Leute das anstrengend Und dann das Kind nehmen und mit dem auf den Spielplatz gehen Ist ja gar kein Problem, kann man machen.

00:28:41: Das ist auch konsequent sein.

00:28:43: Du kannst nicht hier an diesem Ort sein, deshalb müssen wir diesen Ort verlassen quasi.

00:28:47: Vielleicht ist so ein bisschen die Essenz von Konsequenz sein, dass man sich überlegt was es jetzt wichtig für mein Kind, was brauchst du damit's dem gut geht?

00:28:55: Es muss in der Gesellschaft klar kommen und es muss die Regeln kennenlernen.

00:28:58: Es muss auch lernen das ich Grenzen habe weil wenn ich keine Grenzensätze gehts mir schlecht dann bin ich auch irgendwann explodiere ich dann.

00:29:07: Ja, vielleicht hilft es einfach, dass man das so ein bisschen zielorientiert aufzieht.

00:29:11: Dass man sich bewusst ist okay was ... Was wünsche ich mir jetzt für meinen Kind?

00:29:15: Was braucht mein Kind und danach geht?

00:29:17: Und ich glaub, vielleicht bewahrt das auch davor, dass du über's Ziel hinaus schießst, dass da konsequent ist um konsequent zu sein.

00:29:24: Und gar nicht weiß warum eigentlich.

00:29:26: Aber gleichzeitig glaube ich auch dieses, was wünsch ich mir zum Teil von meinem Kind aus sehr gefährlich sein kann.

00:29:31: Also so ... Ich find's generell... Schwierig.

00:29:35: Ich hab gar keine Erwartungen an die Zukunft unserer Kinder, im Sinne von dieses Kind muss ein Ingenieur werden und ein Arzt werden.

00:29:42: Dieses Kind muss eine ... Keine Ahnung.

00:29:45: Mir fällt kein Beispiel mehr ein, weil ich nur zwei Berufelkenner anscheinend.

00:29:48: Oh, Rüsten!

00:29:50: Eine Richterin?

00:29:52: Genau.

00:29:53: Und... Ich finde das schwierig.

00:29:56: Allein schon, ich hab jetzt auch drüber nachgedacht Das ist so eine erste Erwartung, die ja auch quasi damit zusammenhängt wie streng man ist und das werden wir wahrscheinlich auch erleben mit der Schule.

00:30:07: Ich möchte natürlich dass mein Kind in die Schule geht weil es entexistiert ja schulpflicht und gleichzeitig wenn mein Kind aus welchen Gründen auch immer überhaupt nicht in der Schule klarkommt werde ich auch Wege finden wie das quasi besser gehen kann.

00:30:21: Und die erste Erwartung die man da abgeben muss ist einfach auf welche Regelschule das Kind dann kommt?

00:30:27: Ja zum Beispiel

00:30:29: Und welchen Abschlusses Kind macht und so weiter, um da vielleicht zu vertrauen.

00:30:33: Also ich kann schon verstehen, wenn man da keine Nuancen zulassen möchte?

00:30:38: Weil das natürlich auch mit der Zukunft des Kindes zusammenhängt.

00:30:41: Aber andererseits heißt es nicht nur, weil ein Kind quasi mit Hauptschulabschluss dann erst mal was anderes macht, dass sie's nicht zurückkommen und die anderen Abschlüsse noch machen können, wenn er älter ist.

00:30:50: Ja, es wird halt schwieriger aber

00:30:51: ... Man muss es akzeptieren!

00:30:52: Das heißt nicht... Klar ihr könnt euren Kindern sagen Es wird schwieriger so und ich find das nicht gut, aber das heißt nicht, dass man nicht liebevoll zu dem Kind ist.

00:31:02: Mein Opa hat bei meiner Mama ... Das hab ich schon mal erzählt im Podcast glaube ich.

00:31:06: Sie wollte nach der Hauptschule... Abgehen und dann hat er sie mitgenommen.

00:31:11: Hat sich gesagt okay, dann arbeitest du jetzt den ganzen Sommer Mit mir zusammen hier auf Liesbahn weil die waren ja als Gastarbeiter gekommen also hatte keinen schönen Job

00:31:20: Und Metallverarbeitungsfabrik

00:31:22: Genau.

00:31:22: und da hat sie dann einen ganzen Sommer gearbeitet und meinte nicht machen mein Abschluss das will ich nicht mehr lebendig machen.

00:31:28: Okay, wollen wir am Ende noch so takeaways mitgeben worauf man achten Sollte damit man nicht zu streng ist.

00:31:35: einfach dass man die Liebe fühlt.

00:31:38: fühlt die Liebe in eurem Herzen, wenn ihr das nächste Mal mit den Kindern zusammen seid und richtig glücklich im Befreit.

00:31:43: Und es ist einfach ein schöner liebevoller Moment!

00:31:45: Und sei es nur, wenn die Kinder schlafen weil ihr sonst zu gestresst seid, kannst ja auch mal geben.

00:31:49: Und ihr diese Liebe habt versucht immer so ganz bewusst zu spüren und versucht dann im Alltag immer wieder so hervorzurufen.

00:31:54: Einfach dieses Gefühl der Liebe.

00:31:56: Vielleicht könnt ihr euch Bilder von den Kindern anschauen.

00:31:58: Das ist wie eine Meditationsübung, ich würd's aber nicht so labeln, weil sonst sind viele wieder in der Abwehrhaltung.

00:32:03: Versucht einfach diese Liebe aktiv hervorzu auf neum Körper, das könnt ihr, das ist möglich und wenn ihr darauf immer Zugriff habt in jeder Situation auf die Liebe dann werdet ihr nicht übers Ziel hinaus schießen?

00:32:17: Das ist ein sehr schöner Tipp!

00:32:19: Die möchte ich gerne so stehen lassen.

00:32:21: Ich habe euch passend zu dem Thema noch eine Hörerinnenfrage mitgebracht Babys auch wieder am Start?

00:32:29: Die lese ich jetzt mal vor.

00:32:32: Ihr habt gesagt, Schimpfen bringt nachweislich nichts gegen unerwünschtes Verhalten und ich kann das aus dem Alltag mit meinem Kind nur bestätigen.

00:32:39: Konsequenzen funktionieren bei uns hingegen sehr gut.

00:32:42: Kind ist zweieinhalb Jahre.

00:32:44: Allerdings fällt mir auf dass sie seither oft in Situationen komme indem er nicht Konsequenten androhe.

00:32:51: also zum Beispiel wenn du jetzt deine Spielsachen nicht aufräumst dann gibt es später kein Eis Denn oft warte ich ja nicht ab bis das unerwünschte Verhalten tatsächlich eintritt, sondern versuche es abzufangen bevor es passiert.

00:33:04: Aber dann hinterfrage ich wieder ob es richtig ist mehrmals am Tag etwas anzudrohen und oder ob es der Bindung zu meinem Kind schaden könnte?

00:33:14: Zu der Bindung habe ich da ehrlich gesagt gar kein Input.

00:33:18: aber was ich auf jeden Fall finde ist dass es zu streng ist für ein zweieinhalbjähriges Kind zu erwarten dass es komplett aufräumt alleine Und das.

00:33:27: außerdem finde ich, dass es keine Konsequenz an deine Strafe.

00:33:30: Weil ich finde, dass schon einen logischen Zusammenhang geben muss zwischen den ... Zwischen der Ursache und der Wirkung sozusagen, ergibt das so?

00:33:40: Ja!

00:33:40: Ursache und Wirkung, zu sagen, keine Ahnung.

00:33:42: Auf jeden Fall, das quasi zu sagen wenn du das Spielzeug nicht aufräumst dann essen wir kein Eis, das hängt ja gar nicht miteinander zusammen.

00:33:49: Ich glaube auch, wenn man ... Wenn man das Kind irgendwie unter Druck setzen möchte, damit es irgendwas tut.

00:33:58: Dann ist das eigentlich schon zu streng, würde ich sagen?

00:34:02: Kommt drauf an!

00:34:02: Also ich finde halt zum Beispiel... Ich hatte so eine Situation mit einem unserer Kinder.

00:34:07: Wir hatten zwei... Das wollte Gummibärchen haben.

00:34:10: wir hatten noch vom Geburtstag so kleine Packungen und Gummibaerchen übrig Und ich hab die Packung rausgegeben.

00:34:17: Es war die allerletzte Packung und das Kind meinte sie will das nicht.

00:34:20: Und das kind meinte es will dieses diese Gummibärchen nicht und sauer geworden hat, angefangen mit dem Fuß gegen meine Küche zu treten.

00:34:28: Und dann hab ich gesagt hör auf hier meine Küchekaput zu machen sonst kommen die Gummibrärchen wieder weg.

00:34:33: Da finde ich halt das war auch eine Drohung und es war auch ein.

00:34:37: Ich will dass du mit diesen Verhalten aufhörst aber ich finde das ist halt logischer Zusammenhang weil das Kind rastet aus wegen den Gummiberchen was fein ist.

00:34:44: aber es ist nicht fein dass es dabei was kaputt macht was mir gehört.

00:34:47: Ja und das finde ich ist halt etwas anderes so da kannst du das schon sagen.

00:34:51: Das hilft meiner Meinung nach.

00:34:52: Du kannst auch sagen, auf mit dem Sand zu werfen, sonst müsst du den Spielplatz verlassen oder sonst kannst du nicht mehr im Sandkasten spielen?

00:34:58: Was ja auch eher eine Konsequenz ankündigen ist in diesem Fall.

00:35:01: Also wirklich ne Konsequent ankündigen... Genau

00:35:03: und das ist deine Konsequinzen.

00:35:03: eine Strafe ist es zu sagen wenn du hör auf hier meine Möbel kaputt zu machen, sonst kriegst du nie wieder Gummibärchen oder sonst weiß ich nicht.

00:35:12: Sonst erst mehr kein Eis!

00:35:12: Das gehört halt nicht miteinander zusammen.

00:35:14: Und da also jetzt die Lösung für diese.

00:35:16: Erstens ist ein zweieinhalbjähriges Kind auch noch zu klein um alleine aufzuräumen.

00:35:20: Eigentlich eine Lösung für die Situation wäre, wenn das Kind das nicht hinkriegt.

00:35:23: Ihr räumt das zusammen auf.

00:35:24: Du holst ne große Kiste wo die Spielsachen reinkommen.

00:35:27: du sagst deinem Kind Wenn du deine Sache nicht aufräumst, nee geh mir davon aus es hat im Wohnzimmer gespielt Kannst du nicht mehr bei mir ein Wohnzimmerspielen sondern musst dem Kinderzimmer spielen weil das stört mich hier im Wohn Zimmer.

00:35:37: Das wäre ne Konsequenz.

00:35:39: Oder eben einfach die Sachen liegen lassen und das später noch mal spielerisch versuchen zu sagen, hey ... Das hier ist ein Bagger.

00:35:46: Der möchte das jetzt aufräumen oder kommen wir spielen?

00:35:49: Wir wollen keine Spuren hinterlassen!

00:35:51: Oder das Spielzeug spricht, packst du mich bitte in die

00:35:54: Kiste?!

00:35:55: So würde ich es eher ausprobieren um diese Grenze durchzusetzen.

00:35:58: Also, ich hab ja auch grade gesagt, wenn man das Kind unter Druck setzt mit, indem er was androht, damit es irgendwas macht, ist schon zu streng.

00:36:07: aber ganz ehrlich... Wer perfekt ist, wer für den ersten Stein oder wie man auch sagt.

00:36:12: Ich mach das auch... Mir passiert das auch oft dass ich sage hey wenn du das jetzt nicht machst dann blieber Blub und es funktioniert auch manchmal und dann denke mir naja war nicht optimal aber hat funktioniert ist jetzt okay

00:36:24: ja aber gleichzeitig finde ich das schon auch mit der Situation zusammenhängen.

00:36:28: also und dass es auch manchmal nicht nur passiert sondern auch voll ok ist weißt du?

00:36:33: Also das ist halt der Unterschied irgendwie einfach.

00:36:35: Aber es ist natürlich viel besser, wenn man das ohne Druck

00:36:38: macht.

00:36:39: In dieser Situation fühle ich mich nicht angemessen, weil das mit dem Eis nicht damit zusammenhängt ... Und weil das klingt?

00:36:44: Du kannst nicht im Sandkasten spielen, wenn du dich verhältst wie die Axt in Wald und dann ist das schon irgendwie ...

00:36:49: Natürlich!

00:36:50: Ich glaube, in dieser Frage lese ich so raus, dass gibt eine große Unsicherheit was Konsequenzen versus Strafen betrifft und was jetzt Drohnen ... gegen

00:37:03: Konsequenzen

00:37:04: ankündigen, und ich würde sagen genau da setzen wir in der nächsten Folge an.

00:37:08: Weil da kann man gut eine ganze Folge drüber machen.

00:37:11: Falls euch der Podcast gefällt bewertet ihn gerne mit fünf Sterne schreibt Kommentare und Feedback teilt die Folge.

00:37:18: wenn sie euch hilft teilt den podcast Und dann hören wir uns wieder nächste Woche Tschüss.

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