Wie lernt man Frustrationstoleranz im Erwachsenenalter?
Shownotes
Als Erwachsene und vor allem als Eltern müssen wir gut dazu in der Lage sein Frustrationen auszuhalten. Allerdings ist die Frustrationstoleranz bei uns allen unterschiedlich ausgeprägt. In dieser Folge geht es darum, wie wir auch im Erwachsenenalter noch unsere Frustrationstoleranz steigern und damit unseren Alltag verbessern können.
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Folgen, auf die wir uns in dieser Folge bezogen haben:
Mehr Energie im Elternalltag
Buchempfehlungen:
Vorbildlich unperfekt von Marlies Johanna
Wie Gefühle entstehen von Lisa Feldman Barrett (Affiliate-Link)
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Transkript anzeigen
00:00:00: Hallo ihr Lieben, wir sind wieder zurück zu einer neuen Folge.
00:00:02: Mutti ist die Beste.
00:00:03: Direkt aus dem Sommer direkt nach dem Finkstwochenende.
00:00:07: jetzt waren die ersten schönen heißen Sommertage.
00:00:11: wie fühlt sich das für dich an dass jetzt Sommer einbricht?
00:00:15: Ganz gewöhnlich als wäre es.
00:00:17: also ich mag Sommer ja eigentlich gar nicht so gerne.
00:00:19: Das klingt so gemein weil alle lieben Sommer aber ich hasse Hitze Eigentlich total.
00:00:24: Und gleichzeitig liebe ich's, weil Hitze ist Portugal für mich und Portugal hat meine zweite Hälfte, weil ich halb Portugiesin bin.
00:00:32: Das ist so ein ganz komisches Gefühl was ich zusammen habe.
00:00:34: Ich glaube den Sommer zu hassen ist auch sehr portugiesisch.
00:00:40: Also ich glaub... Ich
00:00:41: weiß auf jeden Fall dass meine Tanten und Onkel jetzt nicht so richtig Bock auf die Hitze haben!
00:00:47: Ich glaub niemand der in so heißen Ländern lebt findet Hitze geil Boah, geil.
00:00:53: Endlich vierzig Grad und ich kann nicht mehr draußen rumlaufen weil es zu heiß ist.
00:00:57: Ja deshalb keine Ahnung.
00:00:58: also vielleicht ist das auch mein portugiesischer Anteil der sich nach Regen sehen sozusagen.
00:01:05: Aber gleichzeitig finde ich es fühlt sich total nach Freiheit an dass das so warm ist dass man so draußen frühstücken kann Dass man auch... Ich weiß nicht weniger schläft.
00:01:16: Es ist halt länger hell!
00:01:18: Was ich ultra geil finde, ist einfach wie schnell die Kinder angezogen sind.
00:01:22: oh mein Gott.
00:01:22: Man muss ja quasi nur so ein bisschen was drüber werfen das schon fertig okay einkremen aber kleiner geheimtipp.
00:01:27: Ich malen einfach Smilies überall auf die kinder und die creme sich dann damit ein.
00:01:31: Das war so cute.
00:01:32: Die
00:01:32: lieben es auch voll.
00:01:33: Marlies hat unsere Tochter heute so kleine Sonnencreme-Smilies gemalt, die sie haben verschmieren konnte.
00:01:38: Aber
00:01:38: habe ich letztes Jahr auch schon immer gemacht?
00:01:40: Habe ich gar nicht gesehen.
00:01:41: letztes jahr
00:01:42: Ja weil sonst hätten sich die Kinder gar nicht eingegremet.
00:01:44: Okay, ja voll der gute Tipp.
00:01:46: Aber Down-Zeit ist auf jeden Fall... Es wird heiß und es geht schon los dass ich die Nacht einfach kaum schlafen... Also ich hatte total Schwierigkeiten einzuschlafen weil's einfach so heiß war.
00:01:56: Ich
00:01:56: kann mal mit überhaupt nichts... Das war jetzt die erste wirklich heiße Nacht.
00:01:59: Ich kann damit gar nicht zurecht.
00:02:01: Ja, also ich muss sagen, dass ich allein schon solche Sachen total liebe wie zum Beispiel das sich vorher die Vorhänge zugemacht habe an der Südseite und so.
00:02:08: Und es fühlt sich für mich alles nach Portugal an.
00:02:11: Es sind meine portugiesischen Skills, die ich dann in Deutschland auspacken kann wenn sie heiß wird.
00:02:16: Also vorhin gezumachen Fenster schließen, sobald die Luft draußen heiß wird weil sonst wird die Luft drin auch heißer.
00:02:22: Also ihr müsst quasi nachts immer die Fenster aufhaben und wenn's dann so Tage gibt, an denen so vierunddreißig Grad werden?
00:02:28: Es ist ja selten so, wo es auch nachts nicht mehr richtig doller abkühlt.
00:02:31: Also jetzt gerade finde ich das die Luft noch kühl.
00:02:33: Aber wenn's dann halt nicht mehr kühl wird, dann müsst ihr eigentlich schon bevor die Sonne aufgeht die Fenster wieder schließen weil sonst wirds direkt warm also vor um zehn Uhr was sonst kommt die ganze warme Luft nur rein?
00:02:43: Dann eben Vorhänge immer zu haben im Dunkeln sein.
00:02:46: Mhm aber ich hatte auch mal irgendwie gehört dass das total wichtig ist dass trotzdem Luft austauscht gibt und so und keine Ahnung weiß ich nicht aber das ist eigentlich auch so wie ich es machen würde Ja.
00:02:57: Keine warme Luft reinlassen und dann, wenn die Luft kühl genug ist schön durchlüften konstant...
00:03:02: Genau!
00:03:02: Dann einfach die Fans auflassen.
00:03:03: so haben wir es bei meiner Oma immer gemacht und da waren immer vierzig Grad und wir haben keine Klimaanlage gehabt.
00:03:08: also mittlerweile hat sie eine aber...
00:03:10: Ah, da ohne Klimaanage
00:03:12: Und hast du natürlich aus der Deck also nur mit Laken schlafen?
00:03:15: So solche Sachen Beim Schlafen halt Ventilator an.
00:03:19: Schön jetzt haben ein paar Sommertipps gesammelt.
00:03:21: Darum sollts aber gar nicht gehen in dieser Folge sondern ich habe eine Frage mitgebracht für diese Folge.
00:03:29: Soll ich dir einfach mal vorlesen?
00:03:30: Ja bitte!
00:03:43: Ich lese jetzt die Frage vor, ihr habt schon viel darüber gesprochen das Kinder lernen müssen Frust auszuhalten und Eltern nicht alles stehen und liegen lassen müssen um dafür zu sorgen dass das Kind sofort das kriegt was es möchte.
00:03:59: Mir ist in letzter Zeit immer bewusster geworden dass sich selbst schnell frustriert bin und nicht gut damit um gehe.
00:04:06: Ich werde dann schnell wütend aggressiv und fange auch schnell an zu weinen.
00:04:09: Nicht weil ich traurig, sondern weil ich wütent
00:04:11: bin.".
00:04:12: Ich bin auch noch sehr verzweifelt und denke negativ – zum Beispiel es klappt sowieso nicht, ich bin schlecht etc.
00:04:19: Ich wollte fragen ob ihr Tipps habt wie man besser damit umgehen kann?
00:04:23: Also in Bezug auf das Kind wird sie frustriert oder insgesamt?
00:04:28: Die Fragenstellerin ist achtzehn und hat keine eigenen Kinder Also es geht quasi um sie als Erwachsene.
00:04:34: Ich würde die Frage gerne noch mal ein bisschen knackiger zusammenfassen und zwar soll's in dieser Folge im Kern darum gehen, wie kann ich als erwachsene Person Frustrationstoleranz und Regulation lernen?
00:04:46: Ja, es ist auf jeden Fall eine spannende Frage und ich glaube das ist auch etwas was viele Eltern betrifft.
00:04:50: Und wahrscheinlich merkt man auch an der Stelle so wie Versäumnisse aus der eigenen Kindheit weil ich weiß auf jeden fall auch dass ich eine sehr geringe Frustrationstoleranz sehr lange hatte also bis ins Erwachsenenalter hinein und ich geholfen hat, quasi so resilienter zu werden.
00:05:12: Also durch Sport und das klingt jetzt so blöd weil wir die letzten Folgen einfach die ganze Zeit über Sport geschworen haben aber ich weiß noch wie ich damals irgendwie ... Ich hab so Zuhause bei meinen Eltern tatsächlich mit DVDs Workouts gemacht von Jillian Michaels und sowas Und da war halt so eine Übung, da musste man ganz viele Sit-Ups machen.
00:05:32: Und ich habe immer aufgegeben und irgendwann dachte ich mir so Ich höre jetzt erst auf, wenn ich mich nicht mehr bewegen kann.
00:05:39: Also wenn mein Körper das quasi ... Weißt du so Raps bis zum No-Rap sozusagen?
00:05:44: Bis zum Muskelversagen würde
00:05:46: man's
00:05:46: nennen
00:05:46: ja.
00:05:46: Genau!
00:05:47: Also ich hab halt grad so.
00:05:48: okay dann, ich lass meine Willenskraft mal außen vor und mach einfach weiter.
00:05:53: Und hab mir immer gesagt, wenn wir aufhören wollen, dass es nur Willens Kraft ist.
00:05:56: Das war das erste Mal, dass ich mich so gepusht habe, dass sich über diese Comfort Zone hinausgegangen bin.
00:06:03: Und nicht mehr so frustriert.
00:06:05: dann auch wahr davon.
00:06:06: Weißt das ich meine?
00:06:07: Voll spannend, ja!
00:06:09: Natürlich dass man... Also mit Sport finde ich kann man auf jeden Fall auch diese Willenskraft trainieren oder ich will es irgendwie anders nennen.
00:06:19: Man kann auf jeden fall trainieren, dass man nicht aufgrund von Frustrationen
00:06:27: und
00:06:27: Unnehmlichkeiten vorzeitig aufgibt.
00:06:30: auf jedenfall Ich glaube so könnte man das ein bisschen zusammenfassen
00:06:34: Ja.
00:06:35: Weil ich glaube, dass man halt ganz viel... Also Frustration ist ja im Prinzip also generell sind ja Emotionen.
00:06:43: Das muss man eigentlich... Ich kann euch dann nur noch mal das Buch von Lisa Feldman Barrett wie Gefühle entstehen ans Herz legen aber ich versuch's jetzt nochmal so zu erklären Also, ihr habt ja körperliche Zustände.
00:06:55: Zum Beispiel beim Sport ist jetzt der körperlichen Zustand irgendwie Ermüdung oder so was?
00:07:00: Oder halt so muskuläre Ermüdungen und weil sich das anstrengend anfühlt, assoziieren wir damit die Emotionfrust.
00:07:10: also ... Weil halt Dinge, die anstrend sind, oft schwierig.
00:07:13: Wie soll ich das sagen?
00:07:15: Es geht einfach darum, dass genau, dass wir irgendwie einen Zustand haben diesen körperlichen Zustand als Emotion am Ende.
00:07:25: Weil die Emotion ist halt ein Konzept, das unserem Gehirn hilft, das einzuordnen und die hängt an Situationen und am körperlichem Zustand.
00:07:33: Das heißt zum Beispiel wir können den körperlichen Zustand haben, den wir bei Traurigkeit haben, dem können auch haben wenn wir Frust erleben.
00:07:40: Also es heißt eine Emotion hat nicht einen körperliche Zustand der Fixes.
00:07:46: Also Emotionen sind im Prinzip einfach nicht festgelegt.
00:07:49: Emotion sind ... Lernbar und Variabel.
00:07:53: Genau, das bedeutet im Endeffekt ja, dass Frustration halt erst mal auch nur so ein Konzept ist und oft glaube ich eher mit Anstrengungen zusammenhängt oder dass man so mehr in unser Baby poopset... Dass man merkt, dass man an irgendwelche Grenzen stößt Und zusätzlich ist es oft dann auch noch Körperbudgetierung.
00:08:14: Das heißt der Körper sagt voraus ob man das jetzt schaffen kann oder nicht und wenn es etwas ist, was der Körper nicht gewohnt ist dann hält er tendenziell eher die Ressourcen zurück sozusagen.
00:08:27: Also würdest du sagen dass so dein Hauptproblem im erwachsenen Alter quasi diese Winzkraft war über den Punkt hinaus zu gehen?
00:08:38: Wenn's mal unangenehm wird Ist das so dein Hauptproblem gewesen?
00:08:44: Ja, vor allem weil ich das dann auch mit... also weil ich halt dachte Emotionen sind sozusagen fix und sind etwas Körperliches.
00:08:51: Dachte ich halt wenn ich jetzt traurig bin oder frustriert bin und trotzdem die Wäsche mache weil sie gemacht werden muss Dann geh ich über meine Grenze und lande im Burnout, weil ich ja auch in dieser Emotion hängen geblieben bin.
00:09:05: Ich war dann quasi so ... Oh, ich bin ein armes Kälchen, dass sich jetzt die Wäsche machen muss, obwohl ich jetzt so frustriert bin.
00:09:11: Und es hat mich natürlich noch mehr frustrierd.
00:09:13: Da war ich halt auch in so einer Opfer-Dings.
00:09:16: Mache ich das einfach?
00:09:17: Also, ich hab mir wirklich ... Ich hab das während der Schwangerschaft tatsächlich auch noch mal so ... wie so etabliert.
00:09:23: Dass ich mir in meinem Kopf immer gesagt habe, einfach machen!
00:09:26: Nicht drüber nachdenken.
00:09:27: Einfach machen.
00:09:28: und tatsächlich merkt man irgendwann kommt man an eine körperliche Grenze...
00:09:32: Ja
00:09:33: Und da ist es dann einfach wenn du dich hinsetzt und dir tut dein Körper weh und du bist müde und hast vielleicht sogar Hunger oder bist schon über das Hungergefühl hinaus quasi So dass is' dann ne körperliche Grenze.
00:09:43: aber ich glaub die erreichen die meisten eigentlich nicht.
00:09:46: Das, was du gerade gesagt hast finde ich sehr interessant weil ich würde sagen das ist mir eigentlich genauso ging also dass sich die ganze zeit gedacht habe oder es jetzt aber anstrengend muss ich das noch machen das ist aber viel.
00:10:01: irgendwann ist mir bewusst geworden dass ich ziemlich auf den mangel immer fokussiert war, also dass ich mich sehr darauf fokassiert habe was jetzt gerade nicht richtig ist oder nicht in Ordnung ist und das sich auch wie in so einer permanenten selbst Beobachtungsschleife drin war.
00:10:21: Und mich sehr drauf fokusiert habe, was jetzt grade vielleicht potenziell anstrengend unter zu viel is.
00:10:28: Was dann aber würde ich sagen dazu gefühlt hat... alles noch anstrengender und noch eher zu viel vorkam.
00:10:37: Obwohl das gar nicht nötig gewesen wäre, irgendwann habe ich das für mich erkannt und bin dann auch zum Punkt gekommen, dass ich mir gesagt hab okay jetzt versuche einfach zu machen und zu überlegen was ist für die Situation jetzt wichtig?
00:10:52: Nicht wie geht es mir in der Situation?
00:10:56: Ich möchte auch gar nicht sagen, dass sich das Falsches selbst zu beobachten und selbst zu checken ob's gerade vieles.
00:11:01: aber Ich glaube, dass zur Zeit so der Fokus drauf ist auf diese Selbstbeobachtung und selbst für Sorge.
00:11:10: Und das man sehr auf seinen eigenen Grenzen achtet, dass es schon wieder so ein zu viel geworden ist bei mir persönlich.
00:11:17: Also dass ich ja so richtig so einen Fokus darauf bekommen habe was eigentlich alles noch verschlimmert hat Was da dazu geführt hat ,dass es für mich alles noch anstrengender ist Dass sich nicht auf den Mangel fokussiere und Diese Selbst Beobachtungen kostet auch einfach Kapazitäten finde ich, also mir hat das echt Energie gezogen.
00:11:34: Ja... Also ich glaube auch dass es halt einfach extrem deep dargestellt wird aber ich glaube ist gar nicht so deep Weißt du?
00:11:43: Also Regulation und Frustrationstoleranz und so Es ist einfach auch Gewohnheit Es ist generell alles im Leben viel Gewohnkeit Und wenn Du's gewohnt bist deine Kinder anzubröhnen dann tendierst du einfach dazu, das eher zu machen.
00:11:57: Weil das Gehirn trifft der Entscheidung meistens aus Gewohnheit und wenn du's halt gewohnt bist diese Dinge zu tun oder gewohnten bist, Dinge anstrengend zu finden
00:12:05: usw.,
00:12:06: dann findest du sie auch anstregend.
00:12:09: Oder wenn du es gelernt hast von deinen Eltern?
00:12:11: Ja ja klar!
00:12:12: Da bist du sehr gewohnd dass es so ist was man
00:12:13: macht Und das Einzige, was du halt tun kannst ist es zu durchbrechen.
00:12:17: Das hab ich heute in dem Podcast gehört, fand ich auch voll spannend.
00:12:20: Also generell, das steht glaub ich auch in dem Buch ... dass du wenn du zum Beispiel umziehst... In die
00:12:25: Buch von Lisa Feldman Barrett?
00:12:27: Was ich vorher schon genannt habe ja.
00:12:29: Wenn du
00:12:29: z.B.,
00:12:30: also ... Nee, vielleicht auch nicht.
00:12:32: Aber es geht um Neuroplastizität des Gehirns und das bedeutet, dass Gehirn ist ja wandelbar.
00:12:37: Es passt sich quasi an je nachdem welche Herausforderungen auch anstehen usw.
00:12:42: Und ich finde es mega spannend weil man kann oder man konnte in Studien beobachten laut diesem Buch... Ich bin mir ziemlich sicher, dass z.B.
00:12:54: Depressionen weggegangen sind, wenn die Leute umgezogen sind in ein anderes Land oder so.
00:12:59: Weil sie halt einfach so viel anderen Input bekommen haben, das sich das Gehirn komplett umstrukturiert
00:13:03: hat.".
00:13:04: Und ich find das halt der mega spannende Ansatz.
00:13:07: und deshalb sagt man auch zum Beispiel, wenn ihr Depressionen habt oder sowas.
00:13:11: Dass halt auch ein Ansatz sein kann die Umgebung oder wenn man neue Gewohnheiten etablieren möchte Die umgebung komplett zu ändern weil wenn Ich jetzt so drüber nachdenke mein einfach machen also dieses Mein dieser mindset Schiff Der kam auch mit dem umräumen unserer wohnungen Und wir haben ja Zimmer getauscht, hier zwei Zimmer.
00:13:32: Seitdem geht's mir mental irgendwie viel besser.
00:13:35: Aber auch weil ich da quasi diese Gewohnheit etabliert habe, Dinge einfach zu machen und die nicht so zu zerdenken ... Tatsächlich ist das eben ein psychologischer Ansatz, dass man sagt okay du willst eine neue Gewohnhalt etablieren dann streiche erst mal ne Wand.
00:13:49: Einfach nur damit dein Gehirn einen neuen Input bekommt.
00:13:53: Finde ich voll spannend!
00:13:54: Ja es ist tatsächlich spannend und das hab' ich auch habe ich auch auf jeden Fall schon Büchern gelesen, dass so diese Umgebung ändern sehr gutes für Gewohnheiten.
00:14:05: Oder
00:14:05: wenn du eine neue Sprache lernst oder generell wenn du was neues lernest dann macht dein Gehirn ja quasi auch Platz dafür und erinnert sich auch wieder etwas?
00:14:14: Also ich will das mal so zusammenfassen.
00:14:16: offenbar eines der Hauptprobleme von uns beiden war, dass wir beide zu starken Fokus den Mangel hatten, auf dem potentiellen Mangel in der Situation.
00:14:32: Das hatte ich generell als wir das Baby bekommen haben allein schon dass ich quasi immer mir nur gedacht habe was ich nicht machen kann oder auch wenn man ... Ich glaube es haben ganz viele wenn die so ins Arbeitsleben eintreten, dass sie quasi die ganze Zeit nur vergleichen wie viel Freiheiten Sie davor hatten und wie wenig Sie jetzt haben.
00:14:48: und deshalb glaub' ich nämlich auch manchmal dass wir's so schwer haben als Generation ist.
00:14:53: nur meine eigene Theorie sozusagen, an den Beobachtungen.
00:14:59: Die ich an mir selbst gemacht habe, dass wir es so schwer haben unsere Generationen bei wie ist so leicht haben quasi das der Lebensstandard halt so hoch ist, dass uns schlecht gehen immer noch ein echt gutes im Vergleich zu von paar hundert Jahren.
00:15:14: und das heißt nicht... Vor allem wenn
00:15:15: wir unsere Situation vergleichen mit dem der Situation vor hundert jahren oder so,
00:15:20: also unsere
00:15:21: persönliche
00:15:22: Ja das auch.
00:15:23: aber Ich meine Also, wenn wir jetzt unsere privilegierte Situationen vergleichen mit privilegierten Situationen vor und vor hundert Jahren.
00:15:30: Dann hat sich glaube ich nicht so viel verändert wie im Vergleich Privilegier... Arme Situation in Vergleich zu armen Situationen von vorhundert Jahren.
00:15:38: da hat sich glaub ich eher mehr getan.
00:15:40: also würde ich jetzt mal so behaupten weil eben wie jetzt eigentlich nicht mehr so viele einfach komplett hinten runterfallen lassen und das Bär minimum Dach über dem Kopf schon erfüllt sind.
00:15:52: Und trotzdem finde ich, merkt man auch dass Familien oder Kinder die aufwachsen und Herausforderungen hatten in ihrem Leben also zum Beispiel eben in Armut aufgewachsen sind oder sodass die glaube ich schon auch resilienter oft sind.
00:16:09: Also, zumindest merke ich das so beim Freundeskreis.
00:16:11: Ich merke den Leuten an, ob sie quasi eine Vergangenheit hatten in der sie auch mal ...
00:16:17: Ist vielleicht nicht so leicht hatten?
00:16:19: Man merkt es den Leuten einfach irgendwie an, finde ich.
00:16:22: Dass die einfach so ein Ticken erwachsener sind.
00:16:25: Das muss nicht gut oder schlecht sein!
00:16:29: Wenn man jetzt aus der Perspektive der behüteten Kinder betrachtet, ist es auf jeden Fall schlecht.
00:16:33: Wenn man's aus der Perpektive betrachtet, dass man als Erwachsener bestimmte Dinge nachholen muss, ist das vielleicht dann auch wieder gut?
00:16:39: Aber ich glaube, wenn die Leute fragen würden, würden sie sagen, ich würde mir lieber wünschen, ich hätte eine Behütete der Kindheit gehabt und würd's jetzt nachholEN.
00:16:46: Ja, das denke ich auch.
00:16:48: Und gleichzeitig ist es ja schon immer so, dass an Herausforderungen wächst, seitdem man geht drin kaputt ... Aber wenn man nicht dran kaputt geht, dann wächst man ja mit Herausforderungen.
00:17:00: Und dann eignet man sich auch Fähigkeiten an.
00:17:03: und das ist ja meiner Meinung nach schon so dass Kinder die dann so aufwachsen dass den alles abgenommen wird und die dann an die keine Anforderung gestellt wird und da sind wir auch wieder bei der Person die ja die Frage gestellt hat hier beschrieben hat dass sie im Prinzip auch nicht besonders viel machen musste und das ja auch immer jeder Wunsch erfüllt wurde.
00:17:26: Und sie dadurch, nicht gelernt hat Frustrationen auszuhalten.
00:17:31: Und klar!
00:17:32: Natürlich hat sie nicht gelernt Frustationen auszuhalten wenn es in der Kindheit kaum Frustations gab.
00:17:38: Man könnte ja argumentieren Ja jetzt Kind gibt's genug Frustrations Aber ist ja schon eine Bandbreite zwischen.
00:17:44: Es gibt nur ein absolutes Minimum an Frustrazen dass die Eltern nicht verhindern können, versus es gibt immer Frustrationen on a daily basis.
00:17:53: Weil sie älter nicht jeden Wunsch des Kindes erfüllen?
00:17:56: Ich glaube auch das ist... Also ich glaube, wie nennt man das wenn so Dinge quasi nur passieren weil man so argumentiert?
00:18:06: Wie nennt mal das?
00:18:08: Selbsterfüllende Prophezeiungen?
00:18:09: Ja daran habe ich auch gesagt aber ich meine es ein bisschen anders!
00:18:11: Weil wenn du quasi jegliche Frustation wie so vermeidest, weil du dir denkst, mein Kind wird schon im Alltag genug frustriert werden.
00:18:19: Dann wird dein Kind im Alltag auch mehr frustrierd sein von kleinen Dingen, weil es nicht gelernt hat mit den großen Dingen.
00:18:25: Also zum Beispiel unser großes Kind ist, würde ich sagen, mittlerweile eine gute Frustrationstoleranz und wir haben da wirklich Wert draufgelegt, weil das eine sehr kurze Zündschnur hatte als Kind ...
00:18:37: Dass es immer noch ist, aber jetzt junger war?
00:18:39: Ja, als kleineres Kind, ich meinte Kleinkind.
00:18:40: Ich weiß nicht, warum mich Kind gesagt habe.
00:18:45: Und mittlerweile ist es halt auch wirklich so, dass die Sachen passieren wie irgendwas was das Kind gebaut hat geht kaputt und es sagt dann so ach bauen wir einfach wieder auf.
00:18:58: Nicht immer
00:18:58: aber immer öfter.
00:18:59: Aber immer öchter und ich bin mir ganz sicher, dass das nur klappt.
00:19:02: wenn also ich glaube sonst hast du halt andauernd diese Frustrationen im Alltag und da kannst du dir natürlich sagen ja mein Kind wird ja genug frustriert weil's aber halt nie gelernt hat über diese Fristrations Dinge überhaupt nicht wegzukommen.
00:19:13: Weißt du, was ich meine?
00:19:14: Ja, ja.
00:19:15: Ich versteh, was du meinst.
00:19:17: Natürlich wenn das Kind weniger Frustrationstoleranz gelernt hat ... dann ist es gefrustet über kleinere Dinge.
00:19:24: Genau und dann hast du halt andauert das Gefühl der Alltag ist ja früstig genug.
00:19:29: Und das ist sehr schlecht als Erwachsener, weil man wegen kleinen Dingen total frustriert wird Voll.
00:19:33: Kann man große Dinge nicht unbedingt gut händeln?
00:19:35: Ja,
00:19:36: vor allem wie willst du da noch weiterkommen?
00:19:37: also du musst ja egal... Also du kannst ja quasi nichts in dieser Comfort Zone verweilen auch jetzt generell was den Job angeht.
00:19:44: aber auch ich finde sobald du quasi nur in der Comfort-Zone bist dann ist es ja ein Ambitionslosesleben und das hat auch nichts mit Leistungsgesellschaft zu tun was ich jetzt sage sondern damit dass man als Mensch einfach Ziele braucht um die braucht man wirklich um glücklich zu sein Und das gilt auch für Kinder.
00:20:02: Sie brauchen halt auch irgendwie ... Eine
00:20:04: Aufgabe
00:20:05: und
00:20:05: irgendwie gefordert, also jeder möchte ja auch irgendwie gefordert sein?
00:20:09: Das ist ja auch ein Grundbedürfnis quasi.
00:20:12: Also es gibt ja diese Selbstbestimmungstheorie und die sagt ja dass quasi die psychologischen Grundbedüffnisse sind Autonomie, Kompetenz und soziale eingebundenheit.
00:20:22: Dazu gehört ja im Prinzip Kompetenz.
00:20:25: Und das ist halt die Selbstbestimmungstheorie, es ist halt ein Konzept was man also wo man psychologische Grundbedürfnisse global betrachtet einfach herausgefunden hat.
00:20:33: Das ist halt kulturell unabhängig.
00:20:36: Brauchen das Menschen?
00:20:37: Das ist in Prinzip unser stichhalzigstes Modell für Grundbedörfnisse dass wir heute haben.
00:20:45: Voll!
00:20:46: Ja Deshalb bin ich der Meinung, dass das ohne Frustrationstoleranz das Grundbedürfnis nach Kompetenz gar nicht erfüllt werden kann.
00:20:54: Weil man frustriert werden muss um neue Kompetenzen zu erreichen.
00:20:59: Ja in der Frage hat sie jetzt Beispiel genannt was ihr dann oft in den Sinn kommt... Ich bin schlecht oder so und sowas Kommt dann auch schnell, wenn man sich nicht kompetent fühlt.
00:21:11: Dass man sich eben nicht gut genug fühlt und an sich zweifelt?
00:21:15: Dass man hat auch nicht darüber hinauspusht über dieses ... Also ich glaube das ist nämlich echt auch... Ich finde gerade so Sprüche wie erst die Arbeit dann des Vergnügen sind ja in den letzten Jahren totalen Verruf geraten.
00:21:28: Aber die machen psychologisch absolut Sinn Weil Wenn du Wenn ein Vergnügen in Aussicht ist, also egal was.
00:21:38: Also sagen wir mal du willst Fernsehen das würde ich ein vergnügen ja?
00:21:42: Dann schützt dein Körper Dopamin aus und dein Glücksgefühl bei.
00:21:48: diese Vergnügung ist aber davon abhängig weil Dopamin nur die Motivation, also Dopamin führt nicht dazu dass du dich glücklich fühlst sondern Dopamin ist einfach nur die Aussicht auf Glück.
00:21:59: Das würde ich jetzt mal ... Ich setz jetzt mal Glück, aber es ist einfach nur die Aussicht auf ein positives Gefühl und wenn... Also je stärker die Bemühungen während dieses Dopamin-Ausschubs ist, um das Glücksgefühl zu erreichen, desto größer ist das Glucksgefühl.
00:22:15: Das heißt wenn du jedes Mal ... Wenn du Bock hast also wenn du sagst oh ich muss jetzt noch Hausaufgaben machen und ich hab Bock fernzusehen und die Eltern sagen dann... Wir machen
00:22:23: erst das Vergnügen dann die Arbeit?
00:22:24: Das ist
00:22:24: nämlich mittlerweile machen das richtig viele so.
00:22:27: die sagen ne wieso erst nachtisch da normales Essen, nee wieso wir machen erst Fernsehen dann Hausaufгaben weil halt gesagt wird so erst die Arbeit dann des Vergnügens sei toxisch.
00:22:36: Aber psychologisch gesehen macht das absolut Sinn und hat auch nichts mit Burnout- und Leistungsgesellschaft zu tun oder sich über die alle möglichen Grenzen pushen.
00:22:46: Sondern wenn du die Motivation hast, ich möchte Fernsehen und dann quasi daran verknüpft aber erst, wenn die Hausaufgaben fertig sind ... Dann bist
00:22:55: du quasi motiviert.
00:22:55: Und
00:22:55: dann nutzt du den Dopaminschub aus, den du durch das Ich darf gleich Fernsehen oder ich will gleich Fernsehen bekommst?
00:23:03: Und dann fehlt dir das mit den Hausaufgaben auch leichter.
00:23:05: Dann ist dein Glücksgefühl, deine Erholung am Ende viel größer.
00:23:08: Das geht's ja besser!
00:23:09: Ja und das ist ja auch Frustrationstoleranz quasi zu sagen ich ziehe jetzt durch und dann chillig.
00:23:17: Weil du musst ja erst mal die Disziplin in Anführungszeichen haben das durchzuziehen.
00:23:23: Ja voll!
00:23:24: Ich rede jetzt davon Disziplinen unter der Prämisse dass ihr aber zum Beispiel auch genug gegessen habt war ganz oft es auch einfach wenn du dir denkst
00:23:31: boah
00:23:32: Jetzt kann ich, aber wirklich nicht.
00:23:33: Man muss immer kurz was essen.
00:23:35: Also, das möchte ich auch mal kurz so ... Manchmal denke ich mir, boah, ich bin im Arsch und dann esse ich kurz was, dann geht's wieder.
00:23:41: Das heißt ja auch nicht dass Selbstbeobachtung auf sich achten falsch ist, sondern es ist nur dieses Über-was am Falsch, dieser Fokus natürlich.
00:23:50: Da muss man gucken, hm.
00:23:51: Mir scheint es gerade nicht gut zu gehen.
00:23:53: Vielleicht brauche ich etwas zu essen oder so?
00:23:55: Genau.
00:23:55: Aber dieses Ding von quasi... Ich finde das auch ganz schwierig, weil ich hab immer das Gefühl Das ist auch so was, was die Leute gefühlt nicht hören wollen.
00:24:07: Wenn es dir schlecht geht und du dich dann auf die Couch legst, heißt das nicht, dass es dir unbedingt besser geht.
00:24:12: Wenn du müde bist, dann solltest du schlafen aber wenn du einfach nur denkst bei mir wird alles zu viel, dann zu schlaven ist nicht unbedingt hilfreich.
00:24:19: beziehungsweise ich glaube ... Es wird ja nicht weniger.
00:24:22: Ich glaub's ist sogar kontraproduktiv.
00:24:24: Und ich glaube auch, dass wir heutzutage schon auch viel weniger schaffen als Menschen früher geschafft haben weil uns diese mentale Stärke fehlt und auch weil wir so reizüberflutet sind ist so damit beschäftigt, unsere Umwelt auf unsere Umwelt klarzukommen.
00:24:40: Dass wir uns manchmal erschöpft fühlen obwohl wir körperlich noch gar nicht so viel gemacht haben.
00:24:45: Ja das ist ja auch alles schnelllebiger.
00:24:47: also ich würde nicht sagen dass er weniger schaffen, aber vielleicht weniger produktiv sind oder so.
00:24:52: Ich weiß gar nicht wie wir das ausdrücken sollen.
00:24:54: Naja ich glaube schon dass du
00:24:55: meinst, aber ich finde das noch nicht ganz so stichhaltig formuliert.
00:24:58: Nein, dass wir schneller an den mentalen Punkt kommen, an dem wir glauben, wir schaffen es alles nicht mehr und ich glaube, das hängt aber weniger damit zusammen, dass jetzt mehr Aufgaben haben sondern mehr damit, dass ihr mehr Input bekommen insgesamt.
00:25:10: Ja und dass viel... Alles hier schnell erwartet wird, dass hier ein Nachricht treten ist in der Mail schreiben, dass sie hier nochmal mit
00:25:16: einem Gas machen.
00:25:18: Es ist ja auch Input, es ist allein schon Input in der Großstadt zu leben und jeden Tag dreihundertfremde Gesichter zu sehen.
00:25:24: Ja und halt viel mehr kleine Aufgaben die in viel kürzerer Zeit erledigt werden müssen.
00:25:29: Guck mal allein schon jetzt gehen wir davon aus du gehst nach Zukaufland, ja?
00:25:33: Und da sind ganz viele Menschen und dir fällt auf ach, da ist ja der Bruno mein Nachbar keine Ahnung.
00:25:38: ich habe jetzt irgendeinen Namen genannt.
00:25:39: zufälligerweise heißt einer unserer Nachbarn noch Bruno aber egal!
00:25:43: Das heißt ja eigentlich auch und das ist einem glaube ich gar nicht so bewusst Dein Gehirnscant, ja.
00:25:49: Jeder einzelne Person, der du begegnest ... Wenn du das nicht bewusst wahrnimmst auf, kenn ich die oder nicht?
00:25:53: Mhm.
00:25:55: Was ist für eine Arbeit es?
00:25:56: Allein das zu Prozesse- ... Steh dir vor!
00:25:58: Du würdest in so einem Dorf wohnen, wo halt dieselben hundert Leute sind immer.
00:26:02: Das ist doch viel angenehmer für dein Gehirn auch.
00:26:04: Weißt du?
00:26:05: Also um das noch mal zusammenzufassen was gerade gesagt wurde im Prinzip hast du grade gesagt Es wäre eigentlich gar nicht so schlecht gewesen mit diesen Erstjahre dann das Vergnügen.
00:26:19: Also solche Ansichten und wahrscheinlich die Summe von mehreren Ansichten, die heute verpönt sind waren aber sicherlich hilfreich dafür dass man sein Leben auf die Reihe bekommt und nicht so ein Fokus auf den Mangel hat oder dass es anstrengend ist also Dinge die quasi geholfen haben einfach zu machen statt so den Fokus auf darauf zu haben, dass anstrengend ist.
00:26:47: Und das auch ein weiterer Unterschied ist, dass wir heute eine sehr viel reizvollere Umgebung haben und sehr viele mehr schnellere kleinere Aufgaben erwartet werden von uns Erwartet werden die aber alle viel schneller zu lösen sind.
00:27:06: dadurch dass wir jetzt alles smartphones haben und Sachen bestellen und Nachrichten schreiben wird ja relativ viel Output von uns erwartet, was für das Gehirn sehr schwierig ist.
00:27:16: Und dann hast
00:27:17: du noch zusätzlich diese Reizverarbeitung in der Großstadt?
00:27:21: Das sind ja gleich mehrere Punkte jetzt gewesen die aber dazu führen dass wir auch weniger frustationstolerant sind weil unser Leben vielleicht nicht so gut auf Frustationstoleranz ausgelegt ist.
00:27:33: Das ist doch so die Kernaussage, oder?
00:27:35: Stimmt!
00:27:35: Man muss auch weniger warten.
00:27:36: Ja das ergibt Aussehen.
00:27:37: Was ich noch sagen wollte, dass es ja auch Never-Ending Arbeit dadurch ist.
00:27:41: Dass quasi dann immer die nächste Nachricht... Das heißt wenn ihr jetzt diesen Spur erst die Arbeit dann das Vergnügen für euch irgendwie auch nutzen wollt um auch ein bisschen frustrationstoleranz und diese Kompetenz aufzubauen, ist vielleicht auch klar definiert was jetzt die Arbeit ist.
00:27:58: Ich bin da ganz großer Fan von Timeboxing also quasi mein Kalender nehme, mir die Zeiten anschaue und gucke was kann ich denn überhaupt heute noch schaffen an meinen To-dos.
00:28:08: Und die dann einfach direkt eintrage und dann ist da zum Beispiel um vierzehn Uhr jetzt der Zeitpunkt für die und die Aufgabe keine Ahnung je nachdem was halt anfällt als
00:28:16: Tipp wie man das quasi den Alltag besser bewältigen kann?
00:28:19: Weil
00:28:19: wenn du halt das nicht also wenn du dir quasi nicht ein klares Ziel legst was du... Also weil es ist ja für Kinder noch relativ einfach du sagst Hausaufgaben dann Fernsehen.
00:28:28: Das ist ja klar das ist ja quasi Timeboxing aber Als Erwachsener hast du viel zu viel.
00:28:34: Das ist das Problem, dass man nicht weiß, wann darf ich den vergnügen?
00:28:39: Weil es kommt immer wieder Arbeit dazu und das wäre vielleicht noch wichtig so ...
00:28:44: Ja, weil die Time-Boxing ist auch insofern hilfreich, dass Man jetzt nicht nur Arbeit oder Vergnügen hat, sondern sich das definiert einem Plan schon vorher wie wenn man was macht.
00:28:56: Ich finde diese Entscheidungen sind auch schwer!
00:28:58: ... sehe ich jetzt fern oder lege ich jetzt noch wäschtes zusammen und wenn du das vorher geplant hast, ... ... und du es denn nicht mehr entscheiden musst ist auch wahnsinnig hilfreich.
00:29:08: Wir haben jetzt einerseits allgemein Frustrationstoleranz behandelt aber wir haben vor allem Frustrationstoleranz im Bezug auf... ...wir müssen viel erledigen als Eltern und sind das nicht gewohnt und fokussieren uns schnell darauf dass es uns dadurch schlecht geht und zuviel wird dass es dadurch schwieriger ist, als Eltern den Alltag zu bewältigen.
00:29:32: Wir haben uns sehr darauf fokussiert in dem was wir gerade gesagt haben.
00:29:36: aber ich finde gibt auch noch sehr viele andere Frustrationsquellen im Familienalltag und das sind vor allem auch so Situationen mit den Kindern.
00:29:47: Und wenn ich jetzt an mich selber denke habe ich zum Beispiel und das würde ich auch da rein zählen So Probleme damit geduldig zu sein zum Beispiel.
00:29:59: Was ja auch eine Form ist von frustriert drüber sein, dass es jetzt irgendwie zu lange dauert in der eigenen Wahrnehmung.
00:30:06: und dann finde ich es auch so dieser Punkt Regulation noch total wichtig, den wir jetzt noch gar nicht so viel hatten.
00:30:12: aber das ist ja auch.
00:30:14: irgendwie braucht man ja Frustrationstoleranz um sich gut zu regulieren als Eltern also dass man gar nicht erst hochfährt in irgendwelchen Situationen
00:30:25: Ja voll wobei ich Ich finde, das hat auch viel mit Erwartungen zu tun.
00:30:29: Und irgendwie finde ich ... Irgendwie erwarte ich mit Kindern einfach nicht mehr so viel.
00:30:36: Das heißt nicht, dass ich keine Erwartung an unser Familienleben habe, sondern ich erwarte... Also, ich erwartete, dass wir am Ende dieses Zimmer aufräumen, aber der Weg dorthin den erwarte die ich einfach nicht meer.
00:30:48: Ich erwarte, dass wir aufbrechen.
00:30:51: Aber wie wir aufbrennen, erwarte ich nicht mehr und ich glaube das ist ganz viel was ... Was ich am Anfang falsch gemacht, falsch oder was sich am Anfang...was ich lernen musste ist dieses Wir kommen los.
00:31:02: aber ich kann jetzt nicht erwarten, dass sie die Kinder die Schuhe anziehen nur weil ich das jetzt einmal gesagt habe und mir dann losgehen sondern vielleicht muss ich mir da etwas überlegen.
00:31:11: Ja, weil ja Frustration vor allem dann entsteht wenn Erwartungen enttäuscht werden.
00:31:15: Genau
00:31:17: Das ist ein sehr guter Tipp.
00:31:18: Ja, das klingt aber so nervig ... Soll ich auch noch nichts mehr erwarten?
00:31:23: Du erwartest schon die Dinge, die dir wichtig sind.
00:31:26: Ich erwarte, dass meine Kinder irgendwann wissen, dass man sich nicht haut und den Weg dorthin ... Den erwarte ich jetzt einfach nicht mehr weil die werden es schon können wenn sie erwachsen
00:31:36: sind.
00:31:36: Wenn ich das auf meine Ungeduld beziehen kann ... Weil dafür finde ich mich total hilfreich im Prinzip erwarte dass wir pünktlich in der Kita sind.
00:31:49: Aber ich erwarte nicht, dass mein Kind sich innerhalb von einer Minute die Schuhe angezogen haben muss und nicht innerhalb von fünf Minuten weil das im Endeffekt irrelevant ist wenn wir genug Zeit haben.
00:32:01: Ja also gerade auch was... Also wobei ich auch sagen muss grade was so Geduld angeht Ich sag dann auch jetzt nehmen wir das mit dem Schuh anziehen Das ist ja auch wieder eine Erwartung, dass die Schuh angezogen werden.
00:32:14: Also ich erwarte gar nichts davon, sondern wenn ich merke jetzt müssen wir los damit wir pünktlich kommen.
00:32:19: Nämlich die Schuhe in der Hand und gehe mir egal ob das Kind die Schule eine Hand hat oder nicht.
00:32:24: So weil also natürlich versuche ich dass es funktioniert oder auch jetzt.
00:32:27: heute war irgendwie
00:32:29: quasi als Notbremse wenn da wirklich die Zeit nicht mehr da ist.
00:32:34: Zum Beispiel jetzt heute, meine Tochter wollte sich die Zähne putzen und ich wollte aber eigentlich schon Sport machen.
00:32:39: Und hab halt auch gemerkt okay es dauert irgendwie mal länger und sie hat aber so rumgetrödelt.
00:32:43: dann weißt du also entweder jetzt oder gar nicht.
00:32:45: Das ist schon was das ich auch mache.
00:32:47: wenn ich ungeduldig werde habe ich ja oft einfach keine Zeit mehr für diese Aufgabe.
00:32:50: Also es ist ja schon ein Zeichen dafür dass jetzt weitergehen sollte und ich finde das ist halt dann auch wieder diese Art von Frustrationssoleranz die man im Kind zumuten kann.
00:33:02: Ja, ich verstehe was du meinst.
00:33:03: Also ich spreche jetzt von der Situation.
00:33:04: wir haben eigentlich genug Zeit aber ich bin trotzdem ungeduldig Was auch oft passiert.
00:33:09: aber man kommt ja auch oft in situationen indem er tatsächlich keine zeit mehr
00:33:13: hat und es ist ja auch eine erwartung.
00:33:15: also wenn ich jetzt sage Ich bin ungedulich weil ich möchte zum nächsten task Und ich erwarte aber von die dass du jetzt deine schuhe anziehst dann das ist ja auf dieses.
00:33:23: Du musst dir halt überlegen, was ist das oberste Ziel?
00:33:26: Was du erwartest.
00:33:27: Und anstatt dann rumzudiskutieren, sagst du entweder jetzt anziehen oder ich nehm die Schuhe so mit, wenn alles andere nicht funktioniert hat.
00:33:34: Das ist auch okay!
00:33:35: Dass man einfach da sich nicht denkt ... Oh, jetzt hab' ich das nicht erreicht und muss frustiert sein.
00:33:40: Jetzt bin ich unreguliert oder weil ich ja eine schlechte Mutter bin oder ein schlechter Vater, nee, du hast deinen Ziel erreicht.
00:33:45: Du bist pünktlich in der Kita, egal.
00:33:46: Also, das war dein Ziel.
00:33:47: Ja, dass wir es manchmal gar nicht ausschlaggebend.
00:33:50: Ich will nicht sagen, nicht wichtig ist und irrelevant ist, aber weniger ... Also was du sagst im Endeffekt?
00:33:58: Weniger Erwartung für das, dass wir erreichen wollen.
00:34:02: Ist manchmal ganz gut, weil wir da nicht frustriert sind darüber, dass die Erwartungen nicht eintreffen.
00:34:07: Nee
00:34:08: ich sage nicht, dass weniger erwartet wird, wir wollen ja pünktlich sein!
00:34:11: Ich sage jetzt nicht, ich will nicht mehr pünftig sein sondern mir geht es um die Teilschritte und ich glaube, das ist auch generell auch für Partnerschaften extrem wichtig von deinem Partner nicht erwartest, dass er die Teilschritte genauso macht wie du es machst.
00:34:23: Sondern dass du einfach sagst das Ziel muss halt stimmen.
00:34:27: Okay hast du noch so letzte Tipps?
00:34:29: Wie man lernt kann weniger frustriert zu sein immer wachsenden Alter
00:34:36: sich solchen Sachen einfach aussetzen und dann einfach mal also durchziehen
00:34:39: ja im Endeffekt
00:34:40: ich glaube Ich würde einfach wirklich bei Sport anfangen weil sport ist halt so da tust du niemanden weh also halt Das klingt irgendwie blöd, aber das ist halt so ... Da kannst du ja nichts kaputt machen.
00:34:51: Ja okay, du kannst vielleicht deinen Körper ... Ich weiß nicht was die Leute sich vorstellen!
00:34:54: Aber
00:34:55: ich mein halt so... Ich weiss auch, dass du meinst als Übungsfeld, wo man jetzt nicht Kinder anschreit, sondern
00:35:01: frustriert
00:35:02: ist, wenn man so viel schwitzt und dann
00:35:04: ist
00:35:04: es halt so, dann ist's auch egal.
00:35:05: Genau.
00:35:06: Und da kann man ja kleinen Anfangen, also wenn du zum Beispiel im Laufen anfangen wollen würdest, dann könntest du eher sagen eine Minute laufen, eine Minute gehen und das erst mal fünfmal oder so.
00:35:14: dann halt am nächsten Tag zwei Minuten und das wird, ist es schon genug.
00:35:17: Also das ist ja Aufrüstrationstoleranz quasi weil man ja einfach nur das eigene Willenskraft ein bisschen aufbaut sozusagen.
00:35:25: Ja Sport wäre zum Beispiel ein Mittel um das zu üben, weil im Endeffekt geht's ja darum... Wir können das nicht, also müssen wir das üben.
00:35:35: Und egal um
00:35:36: was es
00:35:36: geht halt wenn es mal nicht klappt sofort einfach dann nicht denken oh ich kann das nicht sondern denken wie kann ich das anders lösen?
00:35:41: Also dass man halt einfach nicht aufgibt, dass man sagt okay ich habe mir dieses Ziel gesetzt und das werde ich jetzt erreichen ist es egal wie lange es dauert.
00:35:49: Also zum Beispiel, ich möchte einen Pullover stricken.
00:35:52: Okay dann muss ich das jetzt lernen und ... Das wird mich am Anfang frustrieren weil Stricken tut den Fingern weh wenn man es nicht kann
00:35:58: usw.,
00:35:59: aber es heißt nicht dass sich jetzt aufhöre sondern es heißt vielleicht dass ich am Anfang fünf Maschen am Tag strecke und es war's.
00:36:05: Und irgendwann habe ich aber diesen Pullo bei in der Hand und ist quasi dass man nicht von diesem Ziel abweicht nur weil es schwierig wird.
00:36:12: Ja absolut!
00:36:13: Ich finde gerade im Elternalltag, wenn man frustriert ist im Bezug auf die Kinder und dann vielleicht sich auch nicht so gut verhält.
00:36:22: Dann schimpft, wenn man frustriert ist oder was auch immer.
00:36:25: Ich finde es insgesamt total wichtig dass man dann, wenn irgendwas nicht klappt, nicht in Schuldzuweisungen verfällt also nicht an den Schuld gibt, auch nicht sagt ja meine Eltern haben das... Das ist wegen meiner Eltern der Kindheit und die haben jetzt Schuld.
00:36:40: Die haben halt andere Sachen priorisiert, das ist komplett sinnlos irgendwie
00:36:44: Genau, also dass man nicht in Schuldzuweisungen verfällt und das man aber auch nicht in Selbstverurteilung oder selbst Vorwürfen versinkt.
00:36:53: Sondern dass man einfach nur sagt okay ich muss das jetzt üben wie kann ich das üben?
00:36:58: Und es ist halt üben!
00:36:59: Also ich meine man muss eben in frustrierende Situationen geraten und da muss dann versuchen immer ein bisschen besser zu machen.
00:37:09: Wenn es nicht so gut klappt, dann kann man das reflektieren und was hätte ich besser machen können?
00:37:12: Und dann schafft man's auch einfach mit der Zeit.
00:37:14: Ich weiß auch nicht ob dass meine Eltern mir so beigebracht haben oder ob ich einfach so ein bisschen masochistisch bin aber... ...ich lieb sehr generell Sachen zu machen die ich noch nicht kann.
00:37:22: Ich glaube das ist auch... Na ja weil ich halt einfach wirklich egal um was es ging immer genau also zum Beispiel jetzt auch beim Sport ist irgendwie ein gutes Beispiel für sowas.
00:37:33: Ich hab einfach immer am liebsten, zum Beispiel hab ich Burpees gehasst.
00:37:37: Weil ich fand die so schwer und deshalb wurde es meine Lieblingsübung.
00:37:41: Also du hast im Endeffekt dich gern herausgefordert?
00:37:44: Ich habe immer das gemacht was ich gar nicht konnte solange bis ich's konnte und das kann ich nur empfehlen.
00:37:48: egal um was es geht euch quasi so dass raus zu picken und das ist dann die einzige Sache sich
00:37:53: überhaupt Herausforderungen stellen also sich überhaupt herausforderungen schaffen im Alltag denen man sich stellen kann ja und das auch tun
00:38:01: Ja.
00:38:02: Und ich glaube, es hast du schon noch ein bisschen von mir gelernt oder?
00:38:04: Dass man halt so ... Ach, ich kann Gärtner nicht!
00:38:06: Okay dann machen wir das jetzt und jetzt find' ich können... Jetzt kommen unsere Nachbarn an und sind so Boah wenn wir Gärtnertipps brauchen, dann fragen wir wohl euch, oder?
00:38:13: Wir haben auch erst vor zwei Monaten angefangen aber danke für das Kompliment!
00:38:19: Im Endeffekt ist wirklich der einzige wirklich nachhaltige Tipp den man geben kann.
00:38:25: Eigentlich haben wir zwei Tipps.
00:38:27: Einmal diese Mindset-Checken Vielleicht, dass man versucht zu verstehen.
00:38:36: Was für Denkenmuster sind jetzt vielleicht nicht so hilfreich?
00:38:38: Jetzt hast du aber das Bösewort Mindset gesagt!
00:38:41: Ich sag's trotzdem... ich weiß es ist ein
00:38:43: böses Wort.
00:38:44: Wir formulieren das um und sagen check mal eure Gehirnstrukturen aus.
00:38:49: Vielleicht könnt ihr eine Wand neu streichen und dann ne neue Gewohnheit etablieren.
00:38:53: Also wirklich, ich meine es wirklich ernst.
00:38:55: Dreht einfach nur euren Schreibtisch um oder...?
00:38:58: Also macht einfach irgendwas, dass eure Umgebung so ein bisschen anders aussieht und dann startet neue Gewohnheit.
00:39:04: Genau also versucht vielleicht nicht hilfreiche Denkmuster zu identifizieren und ansonsten ist es halt üben und viel mehr Tipps feiern mir tatsächlich nicht ein.
00:39:17: Weil das sind schon sehr...
00:39:18: Für Regulation ist halt irgendwie ein anderes Thema für mich.
00:39:21: Regulationer
00:39:22: ist ein bisschen ein anderes thema.
00:39:23: wir bleiben jetzt bei Frustrations-Toleranz in dieser Folge.
00:39:26: Aber im Prinzip ist ja Regulation schon auch wichtig, weil es ja dann darum geht wenn man mal frustriert ist wie man dann schafft weiterzumachen.
00:39:32: Und ich glaube da würde ich einfach echt sagen tief durchatmen.
00:39:35: und also ich finde halt wirklich dieses Erwartungen los das also dieses nicht... Ich habe jetzt vorgenommen ein Pullover zu stricken und der muss jetzt in zwei Wochen fertig sein sondern eher dieses.. Ich hab mir vorgenommen pullover zu strecken.
00:39:45: Punkt!
00:39:46: Ja ich glaube, ich glaube Regulation ganz ehrlich, ich glaub der Kern von Regulation ist tatsächlich einfach nur bemerken dass man frustrierte Das ist die halbe Miete, definitiv.
00:39:58: Also wenn man merkt ... Oh!
00:40:02: Ich bin jetzt aber frustriert oder wenn man das einfach nur so was an sich wahrnimmt dann hat man es schon fast raus geschafft.
00:40:11: Ja und halt wie ich immer sage langsam werden, Langsamkeit reinbringen gerade mit den Kindern Den Raum verlassen Einfach etwas anderes kurz machen anderen Input So vielleicht auch einfach nur kurz auf der Stelle springen, halt die Energie loswerden.
00:40:24: Vielleicht sich kurz von den Kindern abwenden.
00:40:26: wenn man merkt jetzt werde ich aber ungeduldig oder frustriert mal kurz umdrehen
00:40:30: und wenn ihr euch dann doch mal im Ton vergreift dann einfach halt sofort.
00:40:33: also ich weiß nicht ich kriege mittlerweile auch einfach so fort die Kurve oder halt.
00:40:37: was ich auch letztes Mal in der Folge gesagt habe ist einfach den Impuls umlenken, also selber.
00:40:41: Man sagt ja bei Kindern kann man diese Energien quasi nutzen.
00:40:44: Also wenn sie so eine frustrierte Energie haben, kann man dieser Energie umlenkeln in eine Albane und kann quasi einen Raufspiel oder sowas draus machen.
00:40:53: Und das kann man selbst auch bei sich selbst machen.
00:40:55: Wenn ich merke, ich werde frustriert, dann nehme ich jetzt voll gerne die Kinder, knuddel sie durch, gebe ihnen ganz viele Küstchen und kitzel sie und so.
00:41:03: Dann habe ich quasi meine eigene negative Energie in ein Raufsspiel verwandelt Anmäcker, beziehungsweise macht ihn ja sogar Spaß.
00:41:12: Weißt du was ich meine?
00:41:13: Das finde ich auch noch sinnvoll.
00:41:15: Spezielle Bezogen auf Kinder.
00:41:17: Um nochmal ein paar Regulationstipps mitzugeben...
00:41:20: Was ich letztens als TikTok gesehen habe war einer der meinte dass er immer anfängt mit sich selbst zu sprechen aber mit so ner komischen Stimme.
00:41:27: also so Ja jetzt hast du dich schon wieder nicht geschafft.
00:41:31: und das er halt meinte er spricht einfach so lange bis er Einfach nicht mehr wütend sein kann, weil es einfach so dumm ist.
00:41:39: Okay, okay.
00:41:40: Spannend!
00:41:41: Vielleicht mal was ausprobieren können?
00:41:42: Ja,
00:41:42: warum
00:41:43: nicht?!
00:41:43: Will ich mal probieren... Ich würde sagen wir sind jetzt am Ende des Themas angelangt.
00:41:49: Ich glaube zur vorletzten Folge noch ein kurzes Feedback, das ich kurz noch mitgeben möchte und dann sind wir auch schon am Ende.
00:41:59: also jetzt kommt das Feedback.
00:42:01: Hallo, ich höre immer wieder interessiert euren Podcast.
00:42:04: In der letzten Folge ging es um das Thema Fit-Sein und Krafttraining.
00:42:08: Kann bei vielem zustimmen, aber nicht bezüglich overtouched sein!
00:42:11: Ich habe kein Problem meine Tochter zu tragen.
00:42:14: Hab sie jeden Tag in der Trage – und sie hat über zehn Kilo.
00:42:18: Aber ich fühle mich overtouched wenn sie zum Einschlafen eine halbe Stunde meiner Haare zwischen ihren Fingern dreht und dabei ständig Zug drauf ist… oder wenn die andere Tochter auf meiner anderen Seite, auf der Schulter liegt und sich immer wieder auf mich drauf fälzt.
00:42:33: Und das hat ja nichts mit körperlicher Fitness zu tun.
00:42:37: also ich denke dass es das schon wirklich gibt.
00:42:41: Ja,
00:42:41: das Feedback
00:42:42: kann man's oft ne?
00:42:43: Das Feedback war overtouched gibts auch wenn ein nicht etwas körperlich zu anstrengend ist.
00:42:49: Aber jetzt gerade zum Beispiel das Ziehen an den Haaren ist ja einfach nervig.
00:42:55: Also, man hat ja... ich würde es mir so vorstellen.
00:42:58: Man hat ja ein gewisses Kontingent an Stress das man ab kann.
00:43:02: Ich nenn's jetzt einfach Stress an Stressoren und Es gibt ja verschiedene Stressoren.
00:43:08: So manchmal kann auch einen Stressor so hoch sein dass man dann zu viel ist oder es können einfach viele verschiedene Stressuren sein.
00:43:16: aber was auf jeden Fall auch ein Stressor sein kann ist wenn man nicht stark genug ist körperlich Dinge tut, für die man eigentlich nicht stark genug ist.
00:43:30: Also werden das ja in der vorletzten Folge erklärt?
00:43:34: Wenn ich nicht so stark bin oder wenn ich so schwach bin im Anführungszeichen dass wir mich treppen laufen schon eine relativ große Belastung von meinem Körper ist dann ist das ein umso größerer Stressor, der dieses Kontingent an Stress aufhüllt.
00:43:53: Dann kommen irgendwelche Sachen drauf und vielleicht kommt Overtouch drauf.
00:43:56: Es ist dann zu viel, vielleicht reicht auch einmal Overtouched sein, dass es dann zuviel ist?
00:44:01: Ja ich muss nur gerade wieder an Erwartungen denken weil also ich finde es voll oft nervig wenn mein anderes Kind dann auch ankommt beim Stillen aber gar nicht, weil ich denke ich fühle mich overtouched sondern eher weil ich die Erwartung habe oder hatte, dass ich beim Stillen jetzt einfach kurz da sitze und quasi keinen Input bekomme.
00:44:22: Und wenn ich aber schon von vornherein die Erwartung habe, das ich nicht alleine bin bei dem Stillen sondern ... dass ich z.B.
00:44:30: was vorlese oder so, dann ist es mir auch egal, wenn ein Kind da nur
00:44:33: rumzupbelt.".
00:44:34: Also, ich frage mich immer wie viel das ... Einfach wieder Frustrationstoleranzbelastung?
00:44:39: Welche Erwartungen habe ich?
00:44:40: Welcher Wartung hab ich ans Mama sein?
00:44:42: Wie denke ich, wie viel gehört mein Körper zu mir?
00:44:44: Wie viel gehört er nicht mehr?
00:44:46: Das ist alles so
00:44:46: komplex.
00:44:46: Ja, im Endeffekt ist Overtouched ja hier auch ein Konzept.
00:44:51: Weißt du, was ich meine?
00:44:51: also...
00:44:53: Nein, ich möchte es gar nicht schmälern, weil's haben wirklich ganz viele.
00:44:57: auch kommentiert.
00:44:58: und trotzdem finde ich, also ich persönlich bin froh dass sich das Konzept nicht mehr habe weil ich mir damit das Leben tatsächlich schwerer gemacht habe.
00:45:08: Weil du sonst auf dem Fokus wieder drauf hast?
00:45:09: Genau!
00:45:09: Also ich hab mit diesem Konzept das Leben schwerer.
00:45:13: Man muss ein Baby meistens viel tragen.
00:45:16: Die meisten Babys wollen viel getragen werden und ich hinterfrage, das ist nicht mehr so sehr ... Und mir geht's jetzt so und so, weil ich so overtouched bin.
00:45:23: Dadurch werde ich weniger sauer auf mein Baby.
00:45:25: Oder fragst dich an Dauern?
00:45:26: Bin ich jetzt overtouched?
00:45:28: Genau!
00:45:29: Zum Beispiel heute Nacht hat mich das genervt, dass du dich an mich rangekuschelt und hast mich einfach zweimal dadurch aufgeweckt.
00:45:35: Dann hab' ich dich auch weggeschickt.
00:45:36: aber es war halt nicht wegen, weil Ich jetzt overtasht durchs Kuscheln, sondern weil ich einfach durch das Baby schon so oft geweckt werde.
00:45:44: Und dann halt einfach ... Das ist mein größtes Problem meistens in der Nacht, dass ich keinen Bock habe noch mal zusätzlich von einer anderen Person geweckt zu werden.
00:45:52: Weil es ist ja normal, wenn man miteinander kuschelt, bewegt sich die eine Person im Schlaf und wacht selber kurz auf und so.
00:45:57: Es fällt mir jetzt gerade ... ... mehr auf, weil mein ganzes Nervensystem ja so sensibel ist in der Nacht.
00:46:04: Weil ich ja auf die Signale vom Baby quasi achten muss und aber ich weiß halt nicht ob also... Ich glaube vor zwei Jahren hätte ich das noch gesagt, oh!
00:46:12: Ich bin so overtouched und deshalb will jetzt gerade nicht kutscheln und ich bin mir grade aber ziemlich sicher dass es nicht der Grund ist, weißt du was ich meine?
00:46:18: Ja, ich glaub bei Overtouched handelt sich auch um ein Konzept, was sowohl hilfreich sein kann als auch wieder nicht hilfreich, wenn man sich dadurch quasi auf ein Mangel fokussiert.
00:46:30: Der dann potentiell da ist und ich glaube so kann man das ganz gut abschließen und mitgeben.
00:46:35: nochmal.
00:46:36: Voll ja!
00:46:37: Okay Ich würde sagen Wenn euch die Folge gefallen hat, teilt sie gerne Wertet unseren Podcast mit fünf Sternen Schreibt auch gerne Kommentare und Feedback Und wir freuen uns schon auf die nächste Folge.
00:46:49: Bis dann
00:46:50: Tschüss.
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